# Apple's AI Acquisition and SAP's Market Correction

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-01-30

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Informationen und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Freitag, der 30.
Januar.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktienwert schwer.
Dieser Podcast unterstützt von Scalable Capital.
Vor ziemlich genau 33 Jahren, Ende Januar 1993, ging an der Wall Street der erste US-ETF der Geschichte live.
Damals auf den SP 500, der ist seitdem auch sehr sehr gut gelaufen, deckt aber natürlich nur die USA ab.
Deshalb eine gute Möglichkeit, nochmal auf den ETF von unserem Partner hinzuweisen.
Der Scalable X-Trackers MSCI All Country World UCITS ETF deckt, wie der Name schon sagt, alle Industrie- und Schwellenländer ab.
Dazu hat er durch die Hybride Replikation auch ein paar Performance-Vorteile gegenüber anderen ETFs.
Und bis Juni dieses Jahres gibt es noch 0% laufende Gebühren, danach sind es 0,17% pro Jahr.
Mehr Infos gibt es in der Beschreibung.
Und wir beenden die Woche mit dem Absturz von SAP, einem der erfolgreichsten italienischen Tech-Milliardäre, den niemand kennt, trotz krasser Lebensgeschichte.
Und davor natürlich die aktuellen News unter anderem mit der zweitgrößten Übernahme in der Geschichte von Apple.
Tech hat gestern alles runtergezogen.
Ich habe letzte Folge schon von den enttäuschenden Zahlen bei Microsoft erzählt.
Gestern hat die Aktie um die 10% verloren und viele andere Tech-Aktien hat es auch runtergezogen, genau wie übrigens dem Bitcoin.
Meta war eine der wenigen Ausnahmen, die ihm sogar 10% zugelegt nach ihren starken Zahlen von Mittwoch.
And noch ein kleiner Nachtrag zur letzten Folge.
Ich habe ja auch über die Zahlen von Tesla geredet.
Danach kam im Earnings Call noch raus, dass Musk die Produktion der Model S und Model X-Modelle einstellen will, um an den Produktionslinien dann Roboter zu produzieren.
Die Aktie hat es gestern übrigens trotz Roboterhype nicht bewegt.
Bewegt hat sich dafür leider auch die deutsche Börse.
Der DAX ist sogar 2% gesunken, aber dazu später mehr.
Das sagt nämlich vor allem an SAP.
Ansonsten gab es eigentlich ziemlich gute Zahlen, indirekt zum Beispiel bei Siemens, die haben von starken Zahlen bei ABB profitiert.
Danach hat Siemens auch leicht zugelegt, was gereicht hat, um SAP als wertvollste deutsche Firma zu überholen.
Direkt gute Zahlen gab es bei der deutschen Bank, die haben mit einem Gewinn nach Steuern von knapp über 7 Milliarden Euro ihr Ziel erreicht und eine Eigenkapitalrendite von über 10% geschafft.
Insgesamt haben sich da alle Bereiche solide entwickelt.
Positiv überrascht hat vor allem das Investmentbanking, das hat um die 100 Millionen Euro mehr Gewinn gemacht, als erwartet wurde.
Wie so oft bei den starken Quartalszahlen in den letzten Tagen ist aber auch bei der deutschen Bank ein Problem, dass die Aktie schon so extrem gut gelaufen ist.
In den letzten zwölf Monaten hat sie fast 70% Rendite gemacht.
Entsprechend waren die Erwartungen sehr hoch und es ging gestern nicht noch weiter hoch.
Besser saß bei der Asset-Management-Tochter DWS aus, die hat sogar 10% zugelegt und ihre Ziele sehr deutlich übertroffen.
Es fließen neue Kundengelder rein, die Kosten wachsen nicht stark und das Management ist optimistisch für die nächsten Jahre.
Bis 2028 soll der Gewinn der Aktie jedes Jahr zwischen 10 und 15% steigen.
Letztes Jahr hat man noch von ungefähr 10% in 2026 und 2027 geredet.
Das wirkt jetzt deutlich optimistischer.
Ein Grund für die starke Performance ist übrigens, dass im aktuellen Umfeld mehr ausländische Investoren in Europa investieren wollen.
Und das ist ein Bereich, auf den sich DBS fokussiert.
Sie haben zum Beispiel vor kurzem ein Mandat für eine Milliarde Euro im Mittleren Osten gekriegt, das Geld dürfen sie also verwalten und dann in Europa investieren.
Dieses Jahr will die DWS übrigens 3 Euro Dividende pro Aktie zahlen.
Das sind bei der Aktuellen Bewertung um die 5% Rendite.
Und übrigens noch ein kleiner Einschub, wenn wir bei Rendite und Asset Management sind.
Der norwegische Staatsfonds hat letztes Jahr 247 Milliarden Dollar Gewinn gemacht und damit 15% Rendite.
Aber nochmal kurz zurück nach Deutschland, da hatte Adidas noch solide Zahlen.
Währungsbereinigt ist der Umsatz 10% gestiegen, die Margen haben auch zugelegt und Adidas hat ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu einer Milliarde Euro in 2026 gestartet.
Beim aktuellen Börsenwert sind das um die 4% Rückkaufrendite.
Gute Nachrichten gab es außerdem für alle Action-Fans und Aktionäre.
Der Discounter hatte Ende des Jahres mal Probleme, weil die Umsätze in bestehenden Läden nicht mehr so stark gestiegen sind.
In den ersten vier Wochen des Jahres ging es da aber wieder 6% hoch.
Danach hat die 3I-Aktie gestern 16% zugelegt.
Dazu muss man wissen, dass 3i eigentlich ein Private Equity-Investor mit vielen verschiedenen Investments ist, aber der Anteil an Action macht den allergrößten Teil aus.
Dann schauen wir in die USA, da war zwar gestern kein guter Tag für Tech-Aktien, aber dafür guter Reisetag, der Kreuzfahrtbetreiber Royal Caribbean und Southwest Airlines sind beide über 10% gestiegen nach starken Zahlen.
Außerdem hat York Space Systems zugelegt, der Satellitenhersteller hat er seinen Börsengang und ist dabei 10% gestiegen und jetzt um die 5 Milliarden Dollar wert, bei weniger als einer halben Milliarde Jahresumsatz und Verlusten ist es nicht ganz günstig, aber die Aktie könnte natürlich vom aktuellen Space-Trend profitieren.
Dann gab es zu halb an der Börse noch krasse Zahlen aus der Tech-Welt.
Laut verschiedenen Medien spricht OpenAI, nämlich gerade mit Nvidia, Microsoft und Amazon über ein Investment von bis zu 60 Milliarden Dollar, Nvidia soll wohl um die 30 Milliarden machen, Microsoft und Amazon jeweils um die 10.
Übrigens gab es sogar ein paar Berichte, laut denen Amazon sogar mit OpenAI verhandelt, um bis zu 50 Milliarden Dollar zu investieren.
Spannend ist das mal wieder, weil sich der Deal ziemlich im Kreis dreht.
OpenAI braucht das Geld ja am Ende genau, um Chips von Nvidia oder Rechenleistungen in den Clouds von Amazon und Microsoft zu kaufen.
Wer in diesen Dimensionen nicht ganz so mitspielen kann, kann sich mal beim Super Bowl umschauen.
Laut NBC werden die 30 Sekunden Werbespots gerade für bis zu 10 Millionen Dollar verkauft.
Und damit kommen wir zum Abschluss endlich zu den neuen Zahlen von Apple, die gestern rausgekommen sind, wobei es vor den Zahlen noch eine große Meldung gab.
Apple hat nämlich für fast 2 Milliarden Dollar das israelische KI-Startup QAI gekauft, für Apple, die er sehr selten zu kaufen, ist das die zweitgrößte Übernahme der Geschichte, die größte war Beats für 3 Milliarden.
Viel zu QAI weiß man übrigens nicht, aber sie entwickeln wohl eine Technologie, die man in Kopfhörer oder Brillen einbauen kann und dann erkennen Sensoren den Gesichtsausdruck und kleine Gesichtsbewegungen.
So könnte man zum Beispiel ein bisschen creepy, nonverbal mit dem eigenen KI-Assistenten von Apple sprechen.
Jetzt aber zu den Zahlen.
Erstmal muss man sagen, dass Apple in allen Bereichen ungefähr so abgeschnitten hat wie erwartet.
Es gab aber einen Bereich, der deutlich mehr umgesetzt hat, was gleichzeitig glücklicherweise auch der wichtigste Bereich ist.
Apple hat nämlich 85 Milliarden Dollar mit iPhones umgesetzt, erwartet wurden unter 80 Milliarden, es war das beste iPhone-Quartal ever und insgesamt ist der Umsatz über 16% gestiegen.
Wichtiger Grund dafür war übrigens China, dort gab es 38% Wachstum und damit viel, viel mehr als erwartet.
Dazu kommt bei Apple, dass sie anders als Amazon und Co.
eben nicht Milliarden in Rechenzentren investieren.
Mehr Umsatz heißt in dem Fall also auch mehr Gewinn.
Die Aktie hat in Reaktion übrigens nur leicht zugelegt, muss aber auch immer sagen, dass Apple mit einem KGV von 30 einfach nie richtig günstig ist.
Eine fast noch größere Überraschung als bei Apple gab es zum Abschluss noch beim Speicherhersteller Sandisk.
Alleine dieses Jahr hat sich die Aktie schon verdoppelt und trotzdem ging es gestern nach Börsenschluss nochmal 10% hoch.
Der Grund war eine wirklich extreme Überraschung bei den Zahlen.
Mit über 60% ist der Umsatz letztes Quartal 10% Punkte schneller gewachsen als erwartet.
Auch die Margen waren deutlich höher.
Wirklich krass war aber die Prognose.
Der Umsatz soll dieses Quartal, nämlich 170% steigen.
Das sind 60%-Punkte mehr als erwartet.
Übrigens liegt das KGV immer noch unter 30, aber das ist in der Branche auch üblich.
Als Abwechslung zu den ganzen Zahlen gerade hat Christoph eine wirklich inspirierende Unternehmergeschichte aus Italien ausgegraben.
Übrigens scheint es generell ein erfolgreiches Rezept zu sein, in der Halbleiterwelt spät zu gründen.
Der Gründer von TSMC hat zum Beispiel auch erst mit über 50 gegründet.
Man muss nicht jung sein, um ein erfolgreicher Gründer zu werden.
Das hat der Italiener Giuseppe Criper bewiesen.
Er hat, bis er 60 Jahre alt war, für den Chip-Konzern ST Microelectronics gearbeitet.
Dann hat ihnen die Firma vorzeitig in den Ruhestand geschickt mit einer Abfindung.
Doch anstatt mit dem Geld zu reisen oder seiner Rente zu genießen, hat er Mitte der 90er Jahre gegründet.
Und zwar den Konzern Technoprobe.
Die Firma stellt sogenannte Probe-Cards her, mit denen Chips getestet werden, bevor sie verbaut werden.
Diese Karten haben tausende kleine Nadeln, die dünner sind als ein Haar.
Sie docken an, schicken Strom durch den Chip und prüfen, ob alles funktioniert.
Ein sehr komplexer, aber wichtiger Vorgang in der boomenden Chip-Produktion.
Kripper hat in einem Interview erzählt, dass damals Probe-Cards zur Reparatur in die USA geschickt werden mussten.
Dadurch waren sie wochenlang unterwegs, bis sie wieder genutzt werden konnten.
Er wollte das ändern und begann mit der Produktion in seiner Garage, seinem Dachboden und seinem Keller.
In den 30 Jahren von damals bis heute ist viel passiert.
Technoprobe ist neben dem US-Konkurrenten Form Factor Weltmarktführer in dem Bereich.
Deshalb ist die Kundenliste auch prominent.
Zu den Kunden gehören unter anderem Qualcomm, Samsung oder TSMC.
Außerdem hat sich 2025 der US-Konzern Teradine im Rahmen einer strategischen Zusammenarbeit mit 10% an Technoprobe beteiligt.
Teradyne ist ein Testpartner von Apple und Nvidia, die auch Chips bei den Italienern testen lassen.
TechnoProbe hat mittlerweile 3300 Mitarbeiter, knapp die Hälfte davon ist in Italien.
Das ist deshalb krass, weil die Firma in keiner Tech-Stadt sitzt, sondern in einer ländlichen Region nördlich von Mailand.
Da wohnen nur knapp 4000 Menschen.
Ein Höhepunkt der krassen Gründer-Story war der Börsengang 2022.
Auch für Gründer Giuseppe Krippa.
Dadurch ist er 2022 das erste Mal auf der Forbes-Liste aufgetaucht mit 87 Jahren und einem Vermögen von knapp 4 Milliarden Euro.
2025 ist er mit 90 Jahren gestorben.
Aber seine Firma ist weiter im Familienbesitz.
Seine drei Kinder sind im Verwaltungsrat und sein Neffe ist CEO.
Dank des KI-Booms und der damit verbundenen Chip-Nachfrage wird die Firma immer wichtiger.
2024 hat der Konzern fast 550 Millionen Euro Umsatz gemacht.
In den Jahren 2019 bis 2024 ist der Konzern im Schnitt über 20% pro Jahr gewachsen.
Auch für dieses und nächstes Jahr rechnen Analysten wieder mit Wachstum in diesem Bereich.
Wachstum gab es auch für den Aktienkurs.
Auf Sicht von einem Jahr hat er 160% zugelegt.
Dadurch ist die Firma mittlerweile 10 Milliarden Euro wert, was einem erwarteten KGV von fast 70 entspricht.
Damit ist die Aktie kein Schnäppchen mehr.
Konkurrent Form Factor, der auch stark wächst, kommt auf ein erwartetes KGV von 50.
Je mehr wir testen, desto besser.
Das ist richtig.
Ich habe es vorher kurz erwähnt.
In Deutschland hat SAP den DAX runtergezogen.
Ich habe dazu mit Kaspar Schlenk vom Manager Magazin gesprochen.
Der fokussiert sich dort auf Tech-Unternehmen, Startups und eben auch SAP.
Caspar, vor einem Jahr im Februar war SAP 325 Milliarden Euro wert.
Gestern ging es nach neun Zahlen 15% runter und wir sind bei 200 Milliarden.
Damit wird SAP jetzt nur noch knapp mit dem 20-fachen vom Gewinn bewertet.
Die Börse denkt also scheinbar, dass die großen Wachstumszeiten langsam zu Ende gehen.
Kann man das auch an den Zahlen ablesen?
Nein, die Zahlen sagen das bislang noch nicht aus, aber es ist so, dass es zumindest die Angst des Marktes gibt, dass sich das Wachstum verlangsamt.
Da wird besonders auf eine Zahl geguckt, nämlich der Current Cloud Backlog.
Das ist praktisch der Auftragseingang für die kommenden zwölf Monate und der ist nur um 25% gewachsen.
Und eigentlich hatte das Management ja angekündigt, dass er mindestens 26% wächst.
Und ja, das hat dazu geführt, oder war einer der Auslöser, warum der Markt so heftig reagiert hat heute?
Das Management hat versucht zu erklären, dass größere Cloud-Aufträge sich über mehrere Jahre strecken und dass das sozusagen das Auftragsvolumen dann teilweise erst zum Ende hin realisiert wird.
Und ja, noch weitere Gründe.
Aber das ist am Markt offenbar nicht richtig angekommen.
Es gibt bei SAP, Salesforce und den anderen Softwarefirmen ja die große Sorge von KI.
Das war auch eine der Hauptgründe für den Kursrückgang der letzten Monate.
Du warst direkt in Walddorf vor Ort und hast dort CEO, Christian Klein sprechen zu hören.
Wie denken Sie über KI-Produkte nach?
Bringen die schon Umsatz oder nimmt die KI-Konkurrenz schon wirklich Marktanteile ab?
Also man muss sagen, KI ist und bleibt das große Thema.
Das wird natürlich in den ganzen Präsentationen extrem stark herausgestellt.
Aber bei dem Thema, wie schlägt sich das jetzt tatsächlich in den Zahlen nieder, da ist SAP noch relativ zurückhaltend.
Man sagt dann zum Beispiel, okay, bei den größten Aufträgen sind in 90 Prozent KI-Produkte enthalten.
Aber das ist natürlich im Moment alles nicht richtig greifbar.
Und das führt auch dazu, dass es diese Unsicherheit im Markt gibt, wie viel und wie substanziell diese KI-Produkte überhaupt schon sind.
Bis Ende 2027 sollen für zehn Milliarden Euro eigene Aktien zurückgekauft werden.
Das kam an der Börse sicher gut an.
Wie hat SAP das Ganze begründet?
Es wurde tatsächlich dann auch gefragt, ja, warum kauft ihr jetzt Aktien zurück und warum übernehmt ihr nicht andere Firmen?
Und da haben sie ganz klar gesagt, das schließt sich nicht aus.
Sie wollen weiter auch Firmen zukaufen, aber legen natürlich immer, wenn Sie sich Sachen angucken, das Investment oder den Kauf neben die Option, eigene Aktien zurückzukaufen.
Da sagen sie, bislang sei es immer attraktiver gewesen, jetzt in die eigenen Aktien zu investieren.
Und so begründen sie das.
Ist dir sonst noch irgendwas Spannendes bei den Quartalszahlen aufgefallen?
Was vielleicht ein bisschen überraschend war, ist, dass das CEO Christian Klein relativ entspannt rüberkam.
Auch als er danach dann in einer kleinen Gruppe nochmal mit Journalistinnen und Journalisten zusammenstand, merkte man ihm die Nervosität und den Druck, den es sicherlich gibt, merkte man nicht so richtig an.
Also, das fand ich schon relativ überraschend.
Und er wird jetzt, glaube ich, sehr viel tun, Vertrauen zurückzugewinnen, wird mit vielen Investoren sprechen.
Also der wird auf jeden Fall ein Busy Kalender haben.
Danke an Caspar auf jeden Fall.
Den kostenlosen Tech-Newsletter von Caspar und The Manager Magazin haben wir euch unten mal verlinkt.
Das war ohne Aktienwert schwer, produziert von Potsders bei OMR.
Euch ein schönes Wochenende.
Wir hören uns am Montag wieder.
Bis dahin, alles Gute, adios.
