# German Climate Ruling, Irish GDP Distortion, Panama Canal

**Podcast:** im Loop: Der News-Podcast von Finanzfluss
**Published:** 2026-01-30

## Transcript

Hi, hier bist du im Loop.
Bei uns gibt es vielen Tag Wirtschaft, News und Learnings.
Heute ist Freitag, der 30.
Januar.
Ich bin Mary, schön, dass du am Start bist.
Und heute geht es unter anderem hier um.
Die Bundesregierung macht zu wenig, um die Klimaziele zu erreichen und muss deswegen ihr Klimaschutzprogramm anpassen.
Genau das hat das Oberverwaltungsgericht geurteilt, ob und wie das gelingen kann.
Außerdem, Irland legt ein Wirtschaftstempo hin, von dem Deutschland nur träumt.
Plus 12,6 Prozent in einem Jahr.
Doch hinter der Zahl steckt ein Effekt, der ebenso schnell verpuffen kann, wie er entstanden ist.
Und Donald Trump will Chinas Einfluss am Panama-Kanal eindämmen und den von den USA wiederum erhöhen.
Ein Gerichtsurteil könnte da jetzt Trump in die Karten spielen.
Und bevor wir gleich ins Programm starten, hier noch ein wichtiger Hinweis.
Morgen am Samstag, der erscheint eine Sonderfolge von uns.
Wir haben ein Streitgespräch geführt mit Philipp Glöckner, Tech-Analyst und mit dem Journalisten Gabor Steingart.
Und es geht um nichts Geringeres als um die Reform der Erbschaftssteuer.
Wer die beiden kennt, weiß, die stehen auf ziemlich unterschiedlichen Seiten, beziehungsweise haben einfach ganz unterschiedliche Standpunkte, von denen aus sie das Thema bewerten.
Der Vorschlag der SPD ist noch gar nicht allzu lange her.
Da soll es Reformen geben, wenn es nach der SPD geht.
Und die wollen wir mal diskutieren, beziehungsweise ganz grundsätzlich darauf blicken.
Wie gerecht ist eigentlich eine Reform der Erbschaftssteuer?
Was heißt eigentlich Gerechtigkeit in dem Sinne?
Man kann das ja immer von verschiedenen Standpunkten aus betrachten.
Also, hört da gerne rein in die Folge, die erscheint morgen früh auf all unseren Kanälen.
Los geht's in Deutschland.
Unsere anfällige kritische Infrastruktur.
Die hat in den vergangenen Wochen ja für so einiges an Diskussionsstoff gesorgt.
Ihr erinnert euch wahrscheinlich an den Anschlag auf die Stromversorgung in Berlin, die von der linksextremistischen Vulkangruppe ausging.
Vielleicht war die sogar selbst betroffen.
Damit unsere Infrastruktur erst gar nicht so angreifbar ist, sei es durch Ausfälle oder Sabotage, hat der Bundestag jetzt das sogenannte Kritisdachgesetz beschlossen.
Vielleicht nochmal als Reminder: Kritische Infrastruktur sind Einrichtungen und Unternehmen, deren Ausfall die Versorgung oder Sicherheit der Bevölkerung stark beeinträchtigen könnte.
Also zum Beispiel so etwas wie Energie, Transport oder Wasserversorgung.
Das Gesetz sieht Folgendes vor.
Für Sicherheitsmaßnahmen gibt es jetzt eine Mindestanforderung.
Dazu zählen so etwas wie Zäune oder eine Notstromversorgung.
Gleichzeitig sollen Informationen über kritische Infrastruktur eingeschränkt werden.
Die sind nämlich oft öffentlich zugänglich und können für Sabotage missbraucht werden.
Außerdem müssen Betreiber ihre Anlagen regelmäßig kontrollieren.
Und es gibt eine Meldepflicht.
Also wenn es zu einem Katastrophenfall kommt, dann gilt es, Behörden sofort zu informieren.
Das Gesetz, das schreibt aber keine Maßnahmen vor.
Und auch, welche Anlagen besonders schützenswert sind, ist nicht nach Kriterien festgelegt.
Das soll erst noch in zukünftigen Verordnungen kommen.
Fest steht aber, Unternehmen, die mehr als 500.000 Menschen versorgen, sind von dem Gesetz betroffen.
Die Länder selbst können aber auch eigene, niedrigere Grenzwerte festlegen.
Es gibt aber auch Kritik an der Wirksamkeit des Ganzen.
Der Deutsche Städtetag zum Beispiel, der findet den Versorgungsschwellenwert generell zu hoch.
Ja, Meinung nach müsse er auf 150.000 Menschen gesenkt werden.
Dass Länder, das unterschiedlich handhaben können, könne zu einer uneinheitlichen Rechtslage führen, Stichwort Flickenteppich.
Und auch die Opposition meldet sich zu Wort.
Die Grünen finden zum Beispiel, es brauche eine einheitliche Meldestelle und auch IT-Sicherheitsstandards.
Die AfD wiederum gibt die zusätzliche Bürokratie zu bedenken.
Und laut dem Bundesverband der deutschen Industrie bleibt das Gesetz hinter den sicherheitspolitischen Anforderungen zurück.
Trotzdem gab es so ein Regelwerk für physischen Schutz von Infrastruktur auf Bundesebene bisher nicht.
Es ist also immerhin ein erster Schritt.
200 Millionen Tonnen CO2.
So viel mehr dürfte Deutschland bis 2030 an den Treibhausgasemissionen ausstoßen, wenn die Bundesregierung nicht ihr Klimaschutzprogramm von 2023 anpasst.
Deswegen hat das Bundesverwaltungsgericht Leipzig gestern geurteilt, dass die Regierung das Klimaschutzprogramm nachbessern muss.
Geklagt hatte die Umwelthilfe.
Zur Einordnung.
Der durchschnittliche CO2-Fußabdruck pro Person, der beträgt in Deutschland 10,4 Tonnen.
Ziel vom Bund ist es, mit dem Klimaschutzprogramm die CO2-Emissionen bis 2030 um mindestens 65 Prozent im Vergleich zu 19090 zu senken.
Bis 2045 soll Deutschland dann klimaneutral sein.
Dafür reichen aber laut dem Gericht nicht die aktuellen gesetzlichen Anforderungen.
Damit haben die Richter eben das bestätigt, was das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg auch schon mal in erster Instanz entschieden hatte.
Das Programm wird auf Basis vom Bundesklimaschutzgesetz erstellt.
Das soll sicherstellen, dass Deutschland seine eigenen und die europäischen Klimaziele einhält.
Es legt fest, wie viel CO2 verschiedene Bereiche wie Energie, Verkehr oder auch Landwirtschaft pro Jahr ausstoßen dürfen.
Zum Beispiel gibt es da das Windenergie-au-Seegesetz.
In dem wurde festgelegt, dass die installierte Leistung von Windenergieanlagen auf See, die an das Netz angeschlossen werden, auf insgesamt mindestens 30 Gigawatt bis zum Jahr 2030 gesteigert werden muss.
Aktuell ist die Gesamtleistung aber noch bei 9,7 Gigawatt.
Da gibt es also noch Luft nach oben.
Ja, und auch sonst hinkt Deutschland bei der Reduzierung seiner Treibhausgasemissionen noch etwas hinterher.
Laut dem aktuellen Klimaschutzbericht der Bundesregierung konnten bis Ende 2024 die Treibhausgase im Vergleich zu 9090 um 48,2 Prozent gesenkt werden.
Anscheinend zu wenig.
Das sieht auch die Bundesregierung ein.
Sie akzeptierte das Urteil vom Oberverwaltungsgericht und kündigte an, bis Ende März das Klimaschutzprogramm nachschärfen zu wollen.
Doch wie soll das gelingen?
Und vor allem, wie soll das bezahlt werden?
Darüber spreche ich jetzt mit dem Klimapolitik-Experten Max Schulze-Steinen vom Wuppertal-Institut.
Herr Schulze-Steinen, bevor wir da in die tiefe Diskussion einsteigen, was die Argumente angeht, vielleicht mal zu beginnt die Frage, warum sollte es uns ein großes Anliegen sein, diesen Zielen gerecht zu werden.
Ja, das ist sehr wichtig, die Frage quasi im Aschung zu stellen, weil solche Klimaschutzpläne und Ziele, und da ist es halt klar, dass wir vor einer sehr großen Herausforderungen stehen, kommen wir nicht vor allem ungefähr.
Die passieren nicht im luftleeren Raum.
Also wir haben ein Pariser Klimavertrag seit 2015.
Das ist ein völkerrechtlich bindender Vertrag, der Absicht hat, das Ziel formuliert, die globalwärmung auf 1,5 Grad or hoffentlich 2 Grad to begrenzen.
And auf dem Weg sind wir gerade nicht.
And that muss quasi jeder Staat, wie jeder Staat in seinem Territorial umsetzen kann.
And so mach das dann halt auch Deutschland.
Deutschland sagt, so and so with them and Maßnahmen can we Klimaschutz bei uns umsetzen.
And when we have a growth strick runterzieht, dann sehen wir halt, dass es nicht reicht.
Und ich glaube, es ist insofern wichtig, dass, weil ganz oft ist mein Gefühl, wenn es um Politik geht, dann kommt man immer so ein Schulterzucken, ja okay, dann wird halt die Maßnahme nicht gereicht, aber man hat sich ja Mühe gegeben.
Und ich glaube, das ist einfach nur ganz wichtig to unterstreichen, dass wenn wir über dieses, über diesen Bereich reden, dann reden wir halt über ein Zuwachs von extremen Niederschlägen, ein Zuwachs von extremen Nitzen, also alles Sachen, die Gemeinschaften, Gesundheit, Wohlstand, einfach extrem unter Druck setzen.
Ja, finde ich auch wichtig, das an der Stelle einmal nochmal klarzumachen.
Ich würde aber jetzt gerne die restliche Zeit in jedem Fall nutzen, um auch so ein paar Maßnahmen mit Ihnen zu besprechen, die hier in Deutschland heiß diskutiert werden, auch schon seit Jahren.
Eins davon ist das Tempolimit.
Frage an Sie, reicht dieser, also denke ich mir, vergleichsweise ja doch geringe Einsparungseffekt, so nehme ich das war, oder so lese ich das auch, eines Tempolimits überhaupt aus, um so einen messbareren Beitrag mit Blick auf die Klimaziele zu leisten, oder ist es doch eher eine symbolische Maßnahme.
Also gerade beim Tempolimit, genau, es ist weder noch.
Also wenn man sich anguckt, also genau 200 Millionen Tonnen CO2 müssen noch quasi zusätzlich reduziert werden.
Und wenn man sich dann anguckt, was für Potenziale im Tempolimit sticken, dann kommen einem die Zahlen vielleicht relativ gering vor.
Also es gab jetzt nur eine Studie vom Umweltbundesamt, um quasi mit ein paar Zahlen hier um sich zu werfen.
They had gesagt, in einer Kombination würde man jetzt auf den deutschen Autobahnen 130 Tempolimit einführen und auf den Landstraßen 80, dann könnten pro Jahr 3,9 Tonnen CO2 zusätzlich eingespart werden.
And when man diese Kombination noch weiter runtersteigt auf maximal 100 auf Autobahn und 80 auf Landstraßen, werden das bei 11,7 Tonnen.
Und das ist quasi so dieser Bereich, in dem sich das abspielt, das ist natürlich im Vergleich zu dann 200 Millionen Tonnen, die noch zu reduzieren sind für die Klimaziele, kommt einem das relativ gelingt vor, unterstreicht aber in dem Moment halt auch den Punkt, dass es halt nicht die eine Maßnahme gibt, die dieses Ziel zu erreichen bringt, sondern es ist halt eine Kombination aus ganz vielen unterschiedlichen Paketen, die quasi beschlossen werden müssten.
Ist ein Fairpoint.
Und da schließen sich natürlich, wenn man dieser Logik folgt, dann auch die anderen vorgeschlagenen Dinge an, wie zum Beispiel ein günstigeres Deutschland-Ticket, auch eine Abgabe auf Privatjets und Subventionen oder den Abbau sozusagen von Subventionen, wie dem Dienstwagenprivileg.
Vielleicht können wir da nochmal kurz drauf eingehen auf diese drei Vorschläge und auch da die sozusagen in diesen übergeordneten Korb einmal addieren, damit man Gespür dafür bekommt, dass wenn man an vielen Strängen sozusagen zieht, ob da dann, ja, ob es ausreichen würde oder nicht.
Genau, das Interessante an den Maßnahmen, die sie jetzt auch gerade aufgezählt haben, die kommen quasi alle aus dem Verkehrssektor.
Also, wir haben ja auch eingangs gesagt, es gibt unterschiedliche Sektoren, die so die Klimapolitik zusammen ausmachen.
Und da ist der Verkehrssektor zusammen mit dem Gebäudesektor seit Jahren schon immer das Sorgenkind.
Also die anderen Sektoren, die sind ganz okay auf dem Zielerreichungspfad hin zu den 2030er und späteren Zielen.
Und Verkehr und Gebäude reißen zunehmend da die Ziele auch auf dem Weg dahin.
Also es gibt also jährliche Zwischenziele.
Und da sind dann halt quasi das Deutschland-Ticket, zieht ja letztendlich auch eine Verhaltensänderung ab.
Das heißt, dass Menschen weniger mit dem Auto fahren und dafür halt mehr auf den ÖPNV umsteigen.
Aber da sind wir schon beim ersten Punkt.
Würde ich einmal ganz kurz reingehen wollen.
Und dann können wir Stück für Stück die Argumente durchgehen.
Also, ich meine, in ländlichen Regionen zum Beispiel, da fehlt ja oft ein attraktives Angebot.
Also der Preis allein löst ja an der Stelle nicht das, ich sag mal, das Strukturproblem.
Ja, ja, klar.
Und deswegen, das ist wieder die Sache mit der Silver Bullet, die es halt nicht gibt.
Also, dass halt die eine Maßnahme in den meisten Fällen auch mit anderen Maßnahmen lackiert werden muss, dass es dann halt nicht reicht, zu sagen, wir machen jetzt die günstigen ÖPNV, davon hat halt niemand was, wenn der Bus nur zweimal am Tag kommt in einem Dorf.
Oder man sagt, wir fokussieren uns halt auf die urbanen Region auf einen besseren ÖPNV und gucken dann halt, dass wir in ländlicheren Regionen, wo, und da gibt es auch manche Argumente, dass sich da halt ein ÖPNV gar nicht lohnt, weil dann quasi der eine Bus, der mit zwei Leuten zweimal am Tag irgendwie große Strecken fährt, letzt unterm Strich umweltschädlicher ist, als wenn diese Menschen halt einfach sich in einen elektrisch betriebenes Fahrzeug setzen würden.
Das heißt, da ist schon auch natürlich dann immer so diese Spannung zwischen unterschiedlichen Politikfeldern und auch die Frage, wie kann eine Maßnahme mit anderen Maßnahmen halt kartierend werden.
Naja, und auch wirklich, um es mal ganz konkret zu sagen, ja, wie es auf dieses Ziel der CO2-Reduktion ein oder auch nicht?
Ich meine, zum Beispiel auch hier der Abbau von Subventionen, wie dem Dienstwagen-Privileg.
Da kann man sicher aus meiner Sicht aus anderen Perspektiven heraus ganz kritisch draufblicken.
Aber wenn wir jetzt über CO2-Reduzierung nachdenken, also ich meine, gewisse Berufsstände brauchen ja auch eine Auto oder auch hier wieder der ländliche Raum, der einfach keine realistische Alternative hat, ist ja die Frage, würde das überhaupt dazu führen, dass wirklich weniger Auto gefahren wird oder würden diese Kosten nicht einfach auf die Menschen dann umgewälzt werden, die im Moment dieses Privileg einer Subvention genießen.
Ich glaube, was der Punkt hier halt wichtig ist und auch in der politischen Debatte, ist dann halt zu sagen, wir gucken nicht auf das, wo es vielleicht nicht nutzt, sondern das ist natürlich immer eine Problematik mit so einer Regulatorik, die einfach eine sehr große Bevölkerungsgruppe betrifft, sondern man guckt halt, wo finden wir hier Ansatzpunkte, wo es halt ein sinnvolles Umsteuern halt irgendwie möglich ist.
Und das ist halt bei dem sogenannten Dienstwagenprivileg ja quasi eine gleiche Sache.
Niemand nach meinem Gefühl würde jetzt sagen, die Menschen, die das wirklich brauchen, wo das halt wirklich auch sinnhaft ist, auch aus der sozialen Perspektive heraus, sollten diese Subvention halt irgendwie nicht mehr haben, aber zeitlich wird es da bestimmt Berufsstände oder Personen geben, die das halt eher als eine Zuzahlung zu einem sowieso schon, sag ich mal, CO2-intensiven Lebensstil halt irgendwie auch genießen können.
Okay.
Das Ding ist, ich glaube, wir könnten auch noch ganz lange über diese innenpolitische Sicht und die Debatten dahinter diskutieren.
Vielleicht blicken wir die letzten Minuten dann doch nochmal nach vorne.
Ich entnehme bis hierhin mit, dass es alles nicht ganz eindeutig mit den Maßnahmen inwiefern sie helfen oder auch nicht.
Die einen vielleicht schon, die anderen vielleicht weniger, je nach Sichtweise.
Aber was ist denn eindeutig?
Was ist die Lösung?
Wie kommen wir dazu, diese große Menge an CO2 zu reduzieren?
Wie geht das?
Also eine der großen Nadenöre auch, also jetzt gerade schon und auch in Zukunft wird auf jeden Fall die Dekarbonisierung der letztendlich der kompletten Gesellschaft sein.
Also da reden wir natürlich auch über Verkehr, also Stichwort aus vom Verbrenner aus.
Da reden wir über Dekarbonisierung von Industrie, da wo möglich.
Auch dann der sogenannte Heizungshammer, der ja letztendlich nur ein geordneter Rückgang von Gasheizung in den Haushalten ist, der by the way jetzt gerade in der Region quasi rückgewickelt wird, das Gebäude-Energie Gesetz.
Wo es einfach heißt, wir wissen, alle Sectoren werden in Zukunft vermehrt auf Strom setzen müssen, weil wir uns halt nicht mehr erlauben können, Energie aus den Brennstoffen zu generieren.
Und da müssen wir dann halt massiv erneuerbare Energien weiter ausbauen.
Wir müssen halt ganz klar die Infrastruktur für grünen Strom legen.
Wir reden über Wärmenetze für Gebäude, also Wärmeenerzeugung in den Haushalten.
And that's, and that's not wichtig, the growth to do this, was ich nochmal in der Debatte da haben, ist natürlich auch dann die Flankierung mit sicherheitspolitischen Maßnahmen.
Also in dem moment when we erneuerbare Energien in Deutschland drucken, sie machen uns natürlich auch weniger abhängig von Öl- und Gas Exporten aus dem Ausland.
Ich meine, die Gaskrise is jetzt nicht lange here.
America wird auch ein zunehmender Wackeln der Partner, von dem man jetzt viel mehr LNG bezieht.
Genau.
Yeah, verstehe.
Das hört sich alles so sinnstiftend an andershbar.
It still is a frame with so an elephant imraum, name, wie bezahlen wir das in Anbetracht der Lage, dass es uns nicht wirklich gut geht, wirtschaftlich.
We can bezahlen.
Ja, die Frage des Geldes, die is actually omnipräsent.
And I think what wichtig is to unterstreichen, also niemand sagt, dass es einfach wird.
Niemand denkt das auch, dass diese Aufgabe von einer klimapositive, klimaneutralen Zukunft irgendwie eine einfach.
Feeling before man fragt, wie man die Maßnahmen bezahlt, macht es eigentlich auch immer Sinn to gucken, was kostet es denn, wenn we these Maßnahmen nicht ergreifen?
Und da haben halt allein die Naturkatastrophen in 2024 320 Milliarden US-Dollar erzeugt.
That is quite, wenn man quasi aufrechnet, mit was für Schäden und Verluste haben wir.
Also gucken wir mal ins A-Teil von 2021, gucken wir die Feuer in Los Angeles, das waren riesige Summen, die da quasi zerstört worden sind.
Güter, materieller Wohlstand, dazählen wir auch gar nicht über die emotionalen Werte und das Sicherheitsgefühl dahinter.
Das heißt, es ist eine Frage nicht nur, wie bezahlen wir die Maßnahmen, die wir brauchen, sondern was für Kosten kommen wir für uns zu, wenn wir das jetzt nicht stellen.
Das ist ein Fair Point und ich gebe Ihnen da auch recht, aber es beantwortet nicht die Frage und die Frage stellt sich ja zwangsläufig.
Wie können wir das finanziell stemmen?
Werden das neue Schulden?
Fließt das Sondervermögen da zum Teil rein?
Wo kommt dieses Geld her?
Ich meine, das sind letztendlich Sachen, die müssen dann FinanzpolitikerInnen irgendwie beantworten, aber zwei Sachen wären natürlich der Punkt.
Also Schulden wird eine große Rolle in der Sache spielen.
Sondervermögen, das andere.
Ich meine, wir schaffen es, Sondervermögen für die Bundeswehr aufzustellen, um quasi diese Sicherheitsdimension abzudecken.
Da müsste man auch darüber reden, inwiefern das halt ein Sondervermögen für eine Klima für eine nachhaltige Zukunft irgendwie aufgebaut werden kann, um quasi die andere sicherheitspolitische Dimension halt auch mit abzudecken.
Ja, ich meine.
Das ist es ja auch meines Wissensstandes nach.
Also ein Teil dieses Sondervermögens ist dafür ja auch gedacht.
Man hört nur nicht so viel davon.
Genau, und dann ist aber auch die Frage von quasi kohärenter Politik dahinter.
Weil wenn man sich anguckt, wofür die Politik halt Teile des Sondervermögens dann innerhalb des jüngeren Klimatransformationsfans quasi Fonds nehmen und umwidmen will.
Dann muss man sich schon noch fragen, auch da welche Maßnahmen sind jetzt die Greifen wie stark.
Und wenn man eine Beispiel quasi daraus greift, Thema kohärente Politik, auch wieder Verkehrssektor.
Wir haben über das Deutschen Ticket geredet.
Das soll teurer werden, weil alle sagen, es ist so nicht zu finanzieren.
Und zeitgleich werden die Luftverkehrsteuer wird gesenkt.
Das heißt, da ist quasi ein Ausfall an Einkommen für den deutschen Staat, der an einer anderen Stelle sagt, wir haben nicht genug Geld, um diese klimapolitisch sinnvolle Maßnahme umzusetzen.
Und da ist dann schon der Punkt, okay, was für eine Kohärenz ziehen wir denn hier eigentlich in unserem Politikmixen und unserem Politikmaßnahmen eigentlich durch.
Ja, Herr Schulz-Stein, das sind gute Gedanken anreize, so wollte ich sagen.
Ganz herzlichen Dank für Ihre Einordnung.
Danke auch.
Danke schön.
Und wir blicken auf Themen aus Europa.
Der Norwegische Staat, der hat letztes Jahr richtig viel Geld verdient und zwar mit seinem Staatsfonds.
2025 erwirtschaftet der eine Rendite von gut 15 Prozent.
Das ist ein Gewinn von umgerechnet 206 Milliarden Euro.
Das ist etwas weniger als 2024.
Da betrug das Plus umgerechnet etwa 220 Milliarden Euro.
Zum Vergleich, das BIP von Norwegen.
Das lag 2024 bei 447 Milliarden Euro.
Laut dem Fondschef Nikolai Tangen war dieses Jahr die starke Performance des Staatsfonds vor allem auf die gut laufenden Aktien aus den Bereichen Technologie, Finanzen und Grundstoffe zurückzuführen.
Der Norwegische Fonds verwaltet rund 2,2 Billionen US-Dollar und gehört damit zu den größten Investoren der Welt.
Er hält im Schnitt etwa 1,5 Prozent aller weltweit börsennotierten Aktien.
Der Fonds wird mit den Gewinnen aus der heimischen Öl- und Gasindustrie des Landes gefüttert.
Und mit den Gewinnen aus dem Fonds wiederum sichert Norwegen die Finanzierung seines Sozialstaats.
Da geht es zum Beispiel um den demografischen Wandel.
In den meisten Industrienationen wird die Bevölkerung ja im Schnitt immer älter, wodurch es weniger Erwerbstätige gibt und dadurch beispielsweise das Umlagefinanzierte Rentensystem immer weniger funktioniert.
Deswegen ist der Norwegische Staatsfonds auch ein sogenannter Generationsfonds.
Übrigens der einzige in ganz Europa.
Auch weltweit gibt es nicht viele Staaten, die einen haben, zu denen gehört aber zum Beispiel Singapur oder auch Australien.
Aber weil auch wir hier in Deutschland in Zukunft Probleme mit der Finanzierung unseres Rentensystems haben, gibt es so etwas ähnliches wie den Norwegischen Staatsfonds jetzt auch hier bei uns.
Das Generationenkapital.
Das ist ein staatlicher Kapitalstock, der mit geliehenem Geld aufgebaut und am Markt angelegt wird.
Ab 2036 sollen die Gewinne daraus die Renten stabilisieren.
2024 wurden da rund 12 Milliarden Euro reingesteckt.
Langfristig sollen es bis zu 200 Milliarden Euro werden.
Kritiker sagen, dass das zum einen zu wenig Geld sei.
Und zum anderen hat eine Analyse von Greenpeace ergeben, dass die Investments auch in umweltschädliche Unternehmen fließen, wie zum Beispiel Öl- oder Gasunternehmen.
Die Verantwortlichen für das Generationenkapital weisen diese Vorwürfe aber zurück.
Und jetzt blicken wir auf Irland.
Irlands Bruttoinlandsprodukt ist letztes Jahr um ganze 12,6 Prozent gestiegen.
Das haben wir heute bei Bloomberg gelesen.
Das ist ein ziemlich hoher Wert, insbesondere im Vergleich zu 2024.
Da wuchs die Wirtschaft nur um 2,6 Prozent.
Wie kann das sein?
Haben wir uns gefragt.
Ist das ein Land im Ausnahmezustand oder was ist da los?
Und warum sind die nicht schon längst Vorbild für uns alle?
Ja, meine Kollegin Charline hat sich da mal reingefuchst.
Charlie, wie kommt jetzt diese hohe BIP-Zahl zustande?
Ja, das ist das stärkste Wachstum seit 2021.
Da waren es 13,6 Prozent.
Damals war es Pandemiebedingt.
Da gab es eine hohe Nachfrage nach Arzneimitteln verständlicherweise.
Und ein sehr ähnlicher Mechanismus, der spielt auch diesmal eine Rolle.
Also Bloomberg und das Wall Street Journal berichten, dass vor allem Exporte den Ausschlag gegeben haben, insbesondere Pharmaexporte in die USA.
Also Unternehmen haben Lieferungen vorgezogen, um möglichen US-Zollerhöhungen zuvorzukommen.
Und zusätzlich gab es eine stark steigende Nachfrage nach sogenannten Peptidbasierten Hormonen, also Wirkstoffen, die zum Beispiel in Medikamenten zur Gewichtsreduktion stecken.
Heißt also, Irland profitiert gerade massiv vom Pharmaboom.
Ja, genau, aber schon auch mit Einschränkungen.
Also Christine Lagard, die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, die hat gesagt, man wisse nicht genau, ob das Wachstum ausschließlich auf diese Abnehmmedikamente zurückzuführen sei, auch oder auch auf andere Effekte.
Aber der Exportbeitrag hat das schon, also der hat schon positiv überrascht.
Wichtig ist aber, dass Irland nicht irgendein Pharmastandort ist, sondern tatsächlich sitzt vieler großer US-Konzerne, weil Irland in der EU als Steueroase gilt.
Und die buchen einen Großteil ihrer internationalen Umsätze dort, was die Exportzahlen eben nach oben treibt.
Das heißt aber nicht automatisch, dass die reale Wirtschaft im Land im gleichen Maße boomt.
Also man muss das so ein bisschen mit Vorsicht genießen.
Weil Irlands BP einfach seit Jahren stark verzerrt ist.
Zum Beispiel blät die hohe Präsenz multinationaler Unternehmen, die Zahlen auf.
Ein Großteil der wirtschaftlichen Aktivität existiert halt einfach statistisch, aber eben nicht unbedingt im Alltag der Menschen.
Und deshalb arbeitet Irland mit einer zusätzlichen Kennzahl, dem O8 modifizierten Bruttonationaleinkommen, dem sogenannten GNI.
Laut Democracy Challenge vom University College Dublin lag das BP 2023 bei rund 510 Milliarden Euro, das GNI, also das modifizierte GNI, aber nur bei 2291 Milliarden.
Das heißt, rund 43 Prozent der gemessenen Wirtschaftsleistung fließen faktisch ins Ausland ab.
Kannst du das nochmal konkretisieren?
Das ist ja spannend.
Ja, das ist diese mehr oder weniger berühmte Apri-Corn Economics.
Der Begriff stammt von dem Ökonom Paul Krugmann, der ihn 2016 geprägt hat.
Als Irland ganz plötzlich ein BP-Wachstum von 26 Prozent gemeldet hat.
Und er wollte damit zeigen, wie auf eine Weise absurd diese Zahlen wirken, wenn multinationale Konzerne ihre geistigen Eigentumsrechte und auch Gewinne aus steuerlichen Gründen nach Irland verschieben.
Ein Block der London School of Economics zum Beispiel beschreibt das sehr deutlich.
Die sagen, das Wachstum ist oft künstlich und eben nicht das Ergebnis zusätzlicher Fabriken oder Arbeitsplätze oder einer höheren Produktivität vor Ort, was ja eine Wirtschaft einfach oft langfristig stärkt, im besten Fall.
Stimmt.
Aber was macht jetzt oder anders, was bedeutet das konkret für die Menschen in Irland?
Merken die das, merken die dieses Rekordwachstum irgendwie?
Ja, nur sehr begrenzt.
Also, wenn man sich die Zahlen der irischen Zentralbank anschaut, sieht man das ganz gut.
Die modifizierte Inlandsnachfrage ist 2025 zwar auf knapp 4% gestiegen.
Das ist auch ordentlich, aber es ist kein Boom.
Also der Arbeitsmarkt bleibt stabil, die Arbeitslosenquote liegt so um die 5 Prozent.
Und die Inflation bewegt sich laut der Zentralbank mit rund 2% einfach nahe dem Zielwert.
Das sind alles Zeichen einer normal wachsenden Volkswirtschaft, nicht eines Landes im Ausnahmezustand.
Bloomberg berichtet auch, dass die Exporte nach dem starken ersten Halbjahr wieder zurückgingen, als diese Vorzieheffekte bei den Lieferungen ausgelaufen sind.
Und wenn diese einmaligen Effekte eben wegfallen, kann die Wirtschaft kurzfristig sogar schrumpfen.
Also zumindest nach klassischen BP-Maßstäben.
Und die Bank of Ireland, die schreibt im Wall Street Journal, dass sie zwar für die kommenden Jahre wieder moderates Wachstum erwartet.
Ein Rückgang aber auch nicht ausgeschlossen sei, vor allem wegen der volatilen US-Handelspolitik.
Charlie, und damit besten Dank für die Recherche und fürs Gespräch.
Danke dir, Mary.
Weiter geht es mit anderen Regionen der Welt.
Und da schauen wir zuerst auf die USA.
Eigentlich drohte ja heute ein weiterer Regierungsschutdown.
Der ist jetzt aber erstmal aufgeschoben.
Das Ministerium für innere Sicherheit wird vorerst für zwei Wochen weiterfinanziert.
Darauf haben sich die Demokraten mit Präsident Trump und den Republikanern geeinigt.
Für euren Hinterkopf.
Die Demokraten wollen ja das Haushaltsgesetz blockieren, falls die Republikaner die Mittel für die Einwanderungsbehörde EIS nicht kürzen.
Die wird nämlich vom Ministerium für innere Sicherheit kontrolliert.
Und nachdem es tödliche Schüsse durch Eisbeamte gab, zuletzt in Minneapolis, verlangen die Demokraten strengere Regeln.
Die Beamten, die sollen unter anderem Körperkameras tragen, keine willkürlichen Razzien mehr durchführen und den gleichen Regeln wie die lokale Polizei folgen.
In den nächsten zwei Wochen, da sollen nun Verhandlungen stattfinden, um die Befugnisse von Eis einzuschränken.
Das könnte einen Regierungsstillstand verhindern und gleichzeitig die Einwanderungspolitik reformieren.
Und wir schauen nach Panama, genauer gesagt auf den Panama-Kanal.
Da betreibt eine Tochtergesellschaft des Hongkonger Unternehmens CK Hutchison zwei große Hafenterminals.
Ein Gericht in Panama hat jetzt aber geurteilt, dass die Verträge für den Betrieb der Terminals verfassungswidrig sind.
2021 hat der Hongkonger Konzern die Verträge für den Betrieb der Terminals um 25 Jahre verlängert.
Der panamaische Rechnungshof hat aber laut Medienberichten unter anderem Unregelmäßigkeiten in zum Beispiel Verträgen festgestellt.
Wie es jetzt mit den Terminals weitergeht, das ist unklar.
Auch CK Hutchison hat sich bisher nicht zu dem Urteil geäußert.
Aber die Entscheidung der Richter könnte von großer Bedeutung für den Einfluss Chinas am Panama-Kanal sein.
Denn den will vor allem US-Präsident Trump ja eindämmen.
Der Panama-Kanal verbindet den Atlantik mit dem Pazifik und ist für den Seehandel von enormer Bedeutung.
Schiffe müssen wegen der Wasserstraße nämlich nicht einmal komplett Südamerika um Kurven und sparen so eine Menge Zeit.
Etwa 10.000 Schiffe fahren jährlich durch den Panama-Kanal.
Das macht rund 5% des weltweiten Seehandels aus.
Und rund zwei Drittel aller Waren, die in US helfen, be- oder entladen werden, passieren diese Wasserstraße.
Das ist vermutlich auch genau der Grund, warum Trump Ende Dezember sogar gefordert hat, dass die USA wieder vollständige Kontrolle über den Kanal kriegen sollen.
Für den Hintergrund, der Panama-Kanal wurde vor etwas über 100 Jahren von den USA gebaut.
Die hatten auch bis Ende der 90er die Kontrolle über den Kanal, bis sie sie an Panama übergeben haben.
Trump meinte aber noch vor einigen Tagen, dass China, z.B.
das Hongkonger Unternehmen CK Hutchison zu viel Einfluss auf diese Wasserstraße hat.
Panamas Regierung dementierte das und sagte, dass sie die volle Kontrolle hätten.
Für das Land aus Zentralamerika ist der Kanal auch ein wichtiger Faktor für die Wirtschaft.
Die Kanalgesellschaft, die verlangt für eine Schiffsdurchfahrt umgerechnet mehrere hunderttausende US-Dollar, wodurch 2024 ein Gewinn von etwa 3,4 Milliarden Dollar zustande gekommen ist.
Insgesamt macht der Kanal rund 3,1% von Panamas BIP aus.
Das Urteil gegen CK Hutchison.
Das dürfte also den Konflikt zwischen den Regierungen Panamas und den USA zunächst einmal wieder abschwächen.
Falls ihr Kritik oder Anmerkungen habt, schickt es uns gerne per Mail an Feedback at im-loop.de oder in unserem Discord-Channel.
Den Link, den packen wir in die Folgenbeschreibung.
Redaktionell erstellt haben diese Folge Charlene Schreiber, Florian Görres, Jan-Paul Götze, Annabel Römer und ich Mary Abdelasi Stezzo.
Produziert wurde sie von Finn Betke.
Unser Redaktionsschluss war wie immer um 13 Uhr und dieser Podcast ist eine Finanzflussproduktion.
Und damit ihr auch weiter im Loop bleibt, hören wir uns dann morgen wieder und zwar am Samstag.
Bis dahin macht's gut.
Hey, Berlin.
Wusstest du, dass du mit deinem Ökostrom richtig was bewegen kannst?
Denn je mehr den Ökostrom der Berliner Stadtwerke beziehen, desto mehr können wir gemeinsam für unsere Stadt tun.
Denn die Berliner Stadtwerke investieren direkt hier vor Ort in eine saubere Stromversorgung.
Zum Beispiel in Solaranlagen auf den Dächern unserer Stadt und in viele weitere grüne Energieprojekte.
Berliner Stadtwerke.
Gut für dich.
Gut für Berlin.
