# Gold Rally, Tesla Pivot, and EU-Vietnam Trade Shifts

**Podcast:** im Loop: Der News-Podcast von Finanzfluss
**Published:** 2026-01-29

## Transcript

Hi, hier bist du im Loop.
Bei uns gibt es jeden Tag Wirtschaft, News und Learnings.
Heute ist Donnerstag, der 29.
Januar.
Ich bin Mary, schön, dass du am Start bist.
Und heute geht es unter anderem hier um.
Der Goldpreis steigt seit Monaten unaufhörlich weiter.
Dabei rücken sogenannte Goldfonds immer mehr in den Fokus.
Ob das in diesen Zeiten ein sinnvolles Investment ist, das lernen wir heute mal mit Thomas Kill.
Außerdem, Tesla investiert Milliarden in Masks KI-Firma XAI und stellt zwei Modelle komplett ein.
Der Fokus, der verschiebt sich klar Richtung Robotaxis und autonome Software.
Was das für den Markt bedeutet und warum sich auch Deutschland nicht verstecken braucht.
Und die EU und Vietnam, die wollen wirtschaftlich enger zusammenarbeiten.
Dabei gibt es ja bereits ein Freihandelsabkommen.
Wieso davon bislang aber eher Vietnam profitiert.
Und wir starten rein in Deutschland.
Die Bundesregierung hat ihre Wirtschaftswachstumsprognose für dieses Jahr nach unten korrigiert, auf etwa 1%.
Im Herbst, da war noch von 1,3 Prozent die Rede.
Erst letztes Jahr ist die deutsche Wirtschaft ja nur knapp einem dritten Rezessionsjahr entkommen.
Da lag das Wachstum bei 0,2 Prozent.
Im Vergleich zu anderen großen Industrienationen wächst Deutschlands Wirtschaft bekanntlich langsamer.
Die Wirtschaft der USA zum Beispiel, die ist im letzten Jahr laut der Federal Reserve Bank Philadelphia um knapp 1,9 Prozent gewachsen.
Besonders die Industriebranche hat es hierzulande schwer.
Laut dem Industriebarometer der Beratungsgesellschaft EY geht der Gesamtumsatz dort seit neun Quartalen zurück.
Kommen wir zu ein paar weiteren Beispielen, warum die Bundesregierung nun die Wachstumsprognose senkt.
Das liegt zum einen daran, dass sich die Wirtschaft im vergangenen Halbjahr schlechter erholt hat als erwartet.
Grund ist zum Beispiel die schwächelnde Autoindustrie und auch die US-Zölle.
Die machten den Unternehmen hier schwer zu schaffen.
Dadurch lief dann auch der Jahresstart holpriger.
Und gleichzeitig treibt auch das Sondervermögen für Infrastruktur, Klimaschutz und Bundeswehr die Wirtschaft weniger an als eigentlich geplant.
Laut Regierung sollen staatliche Investitionen eigentlich rund 0,67 Prozentpunkte zum diesjährigen BIP-Wachstum beitragen.
Dafür sollen Planungs- und Genehmigungsverfahren an Tempo gewinnen.
Die Gesetzesänderungen dafür sind aber noch nicht beschlossen.
Ja, und dann sind natürlich noch die vielen Babyboomer, die jetzt in Rente gehen, ein Thema.
Es kommen nämlich nicht genug Arbeitskräfte nach.
Das wiederum senkt das sogenannte Potenzialwachstum, also die langfristig mögliche Wachstumsrate der Wirtschaft bei normaler Auslastung.
Und neben den hohen Energiepreisen, Steuerabgaben oder auch der vielen Bürokratie, die von Wirtschaftsverbänden ja nun häufig beklagt wird, gibt es noch ein Problem, dass die Wirtschaft dämpft.
Deutschland gilt ja als Exportland.
Nur ist auch der gerade am Schwächeln.
In die USA zum Beispiel haben wir laut dem Institut der Deutschen Wirtschaft in den ersten drei Quartalen 25 nominal rund 8% weniger exportiert und nach China über 12 Prozent weniger.
Um sich da breiter aufzustellen, können die neuen Handelsabkommen der EU helfen.
Zum Beispiel mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten, wenn das Abkommen denn durchgeht.
Oder wie sich diese Woche geeinigt wurde, mit Indien.
Eine Diversifizierung der Länder, in die unsere Exporte gehen, könnte nämlich vor dem Hintergrund geopolitischer Unsicherheiten die Wirtschaft wieder stärken.
Die Deutsche Bank hatte letztes Jahr einen so hohen Gewinn wie noch nie.
Das Unternehmen hatte 25 9,7 Milliarden Euro an Gewinn vor Steuern erwirtschaftet.
Netto kam dabei ein Plus von 7,1 Milliarden Euro raus.
Grund dafür sind unter anderem Sparmaßnahmen, die der Konzern in den letzten beiden Jahren umgesetzt hat.
Beispielsweise wurden über 100 Führungskräfte entlassen, Stellen wurden gestrichen und Filialen geschlossen.
Aber auch die Beraterkosten wurden gesenkt.
Was für viele Mitarbeitende wohl eher nicht so toll war, ist für die Aktionäre der deutschen Bank umso besser.
Die Dividende, die solle Mai pro Aktie von 68 Cent auf einen Euro steigen.
So viel dazu.
Es ging in den letzten Stunden bei der Deutschen Bank aber nicht nur um gute Geschäftszahlen.
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt, die hat gestern gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt wegen des Verdachts der Geldwäsche deutsche Bankgebäude in Frankfurt und in Berlin durchsucht.
Der Grund war, dass die Bank früher mit ausländischen Firmen zu tun hatte, die selbst im Verdacht stehen, in Geldwäsche verwickelt gewesen zu sein.
Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung soll es dabei um Unternehmen vom russischen Oligarchen Roman Abramovic gehen.
Da soll die deutsche Bank eine oder sogar mehrere Geldwäscheverdachtsmeldungen erst verspätet an die Behörden abgegeben haben.
Eigentlich müssen solche Verdachtsfälle sofort gemeldet werden.
Genauere Details sind aber noch nicht bekannt.
Die deutsche Bank, die bestätigte die Durchsuchungen und meinte, dass sie mit den Behörden kooperiert.
Dabei wird das Geldinstitut ja nicht zum ersten Mal verdächtigt, Geldwäscheverdachtsmeldungen zu spät weitergegeben zu haben.
In den letzten Jahren waren die Schwierigkeiten bei der Geldwäschebekämpfung zeitweise so heftig, dass die Finanzaufsicht BAFI von 2018 bis N24 extra jemanden abgestellt hat, der kontrollieren sollte, wie genau die Deutsche Bank in diesem Bereich arbeitet.
Die Deutsche Bank musste deswegen auch schon Bußgelder in Millionenhöhe bezahlt.
Bei anderen deutschen Banken in dieser Größenordnung sind verspätete Geldwäscheverdachtsmeldungen in diesem Ausmaß zumindest nicht öffentlich bekannt.
Ein Zusammenhang zwischen dem hohen Gewinn des Unternehmens und dem Geldwäscheverdacht gibt es offiziell nicht.
Die Deutsche Bank ist das größte Geldhaus Deutschlands und gilt wegen seiner Größe laut der BAFIN als systemrelevant für den globalen Finanzmarkt.
Und weiter geht es in Europa.
Eigentlich war der britische Premierminister Kirz Starmer eher auf Distanz zu China.
Immerhin liegt der letzte Besuch einer seiner Vorgängerinnen, Theresa May, auch schon acht Jahre zurück.
Kein Wunder, dass seine jetzige Reise nach Peking von vielen als historisch angesehen wird, auch von Starmer selbst.
Damit will er sich China wieder annähern und eine umfassende strategische Partnerschaft zwischen den beiden Ländern aufbauen.
Und damit vielleicht ja auch die Sorgen zu beispielsweise Spionagetätigkeiten Chinas beiseite schieben.
Das Thema unter anderem hat nämlich zuvor die Beziehungen belastet.
Konkret geht es beispielsweise um Windräder.
Es soll zum Beispiel ein 1,7 Milliarden schweres Projekt eines chinesischen Unternehmens in Schottland entstehen, das wegen Sicherheitsbedenken gerade erst verschoben wurde.
Aber auch um Stahl, um Batterien und besonders Investitionen.
Eine Zusammenarbeit mit China, die sei laut Starmer wichtig für die globale Stabilität und um die Probleme des Klimawandels anzugehen.
Starmer ist in Begleitung von 50 Wirtschaftsvertretern, denn auch die haben alle ein Interesse daran, dass es in der britischen Wirtschaft wieder bergauf geht.
Die ist zwar letztes Jahr um 1,3 Prozent gewachsen.
Trotzdem kämpft das Land aber mit enormen Herausforderungen.
Insbesondere der Brexit hat dem Land wirtschaftlich viel Schaden zugefügt.
Das zeigt eine Studie des National Bureau of Economic Research.
Demnach ist das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf seitdem um bis zu 8 Prozent zurückgegangen.
Insgesamt hat der Brexit das Land damit bis zu umgerechnet 277 Milliarden Euro gekostet.
Laut der Studie sind gerade Investitionen und Beschäftigungen deutlich beeinträchtigt.
Das alles schwächt und verzögert natürlich das Wachstum.
Der Annäherungsversuch von Kirsch Starmer ist also auch ein Versuch, der Wirtschaft neue Orientierungspunkte zu geben.
Bis Samstag ist er noch da.
Genug Zeit hat also bestehende Schwierigkeiten, wie Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping sie nennt, zu überwinden.
Unser Bundeskanzler Friedrich Merz übrigens, der plant auch eine Reise nach China, und zwar im kommenden Monat.
Und auch die Europäische Union sucht die Nähe zu einem asiatischen Land, und zwar zu Vietnam.
Das hat der Präsident des Europäischen Rates, Antonio Costa, heute zusammen mit Vietnams Staatschef angekündigt.
Konkret wollen die EU und das südostasiatische Land in den Bereichen Außenpolitik, Sicherheit, aber insbesondere auch im bilateralen Handel enger zusammenarbeiten.
Zwischen den beiden gibt es ja schon ein Freihandelsabkommen, und zwar seit 2020.
Allerdings profitiert davon eher Vietnam.
Laut Zahlen der Europäischen Kommission betrug 2024 das Handelsvolumen rund 67 Mrd.
Dabei haben die Vietnam-Importe mit rund 59 Milliarden Euro einen großen Teil des Handels ausgemacht.
Das Außenhandelsdefizit war dann mit etwa 42,5 Milliarden Euro für die EU relativ groß.
Dabei exportiert die EU vor allem Maschinen und Chemische Erzeugnisse.
Vietnam wiederum liefert viele Tech-Produkte.
Dieses große Handelsdefizit kommt zustande, weil die EU beim Freihandelsabkommen direkt am Anfang einen großen Teil der vietnamesischen Zölle aufgehoben hat.
Aber andersherum baut Vietnam die EU-Zölle erst im Laufe der nächsten Jahre schrittweise ab.
Darauf haben sich die beiden Parteien damals geeinigt, weil Vietnam da als Entwicklungsland eingestuft wurde.
Allerdings wächst die Wirtschaft in dem asiatischen Land enorm stark.
Vietnams Tech-Industrie ist groß und exportiert weltweit viele Waren.
Im vierten Quartal 25 ist unter anderem deswegen das Bruttoinlandsprodukt um rund 8,5% gewachsen.
In den kommenden Jahren, da strebt Vietnam sogar ein jährliches Wirtschaftswachstum von 10% an.
Dabei helfen, könnten auch die noch weitgehend unerschlossenen Vorkommen an seltenen Erden und Gallium in dem Land.
Ein weiterer Schwerpunkt der geplanten Vereinbarung mit der EU liegt deshalb auch auf einem stärkeren Handel in genau diesem Bereich.
Und einige EU-Unternehmen sind zudem als Investitionen in die vietnamesische Infrastruktur wie Eisenbahnprojekte interessiert.
Vietnam will nämlich ein landesweites Hochgeschwindigkeitsnetz aufbauen.
Das südostasiatische Land ist also gerade in einem starken Wandel.
Wenn ihr mehr darüber wissen wollt, hört gerne mal in die Folge von Montag rein.
Da haben wir mit einem Experten genau darüber und auch über die Rolle Vietnams in der Geopolitik gesprochen.
Und wir machen weiter mit Themen aus anderen Regionen der Welt.
Silber und vor allem Gold.
Und die Preise für die beiden Edelmetalle, die klettern seit Monaten immer weiter nach oben.
Stand heute ist seit Jahresbeginn der Preis für eine Unze Silber, also 31,1 Gramm, um 59 Prozent gestiegen, auf rund 98 Euro.
Und bei Gold ist der Anstieg auch enorm, wenn auch etwas schwächer.
Da ist der Preis für eine Unze seit dem 1.
Januar um 25 Prozent auf 4.626 Euro gestiegen.
Auch schon 2025 hatten beide Edelmetalle krasse Kurssteigerungen.
Grund dafür sind vor allem die geopolitischen Unsicherheiten auf der Welt.
Sei es US-Präsident Donald Trump mit seiner Zollpolitik, die weltweiten Handelskonflikte, die kriegerischen Konflikte oder auch die aktuelle Schwäche des US-Dollars.
Durch all diese Faktoren ist es viel schwieriger, die zukünftigen wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklungen abzuschätzen.
Und genau das verunsichert viele Anleger.
Weil aber vor allem Gold schon seit Jahrtausenden als etablierte Wertanlage gilt, wird gerade in Zeiten wie diesen vermehrt in dieses Metall investiert.
Genau das zeigen auch Zahlen vom Branchenverband World Gold Council.
Laut denen war letztes Jahr mit 5002 Tonnen die weltweite Nachfrage nach physischem Gold so hoch wie noch nie.
Wer aber nicht direkt einen Goldbarren kaufen möchte, der kann ja auch in Fonds investieren, die mit Gold gedeckt sind.
Da kauft man also Anteile von einem Fonds, der selbst Gold besitzt.
So gehört einem das Gold indirekt, ohne dass man es lagern muss.
Und da haben vor allem institutionelle Anleger massiv Geld reingesteckt.
So viel, dass diese Fonds 2025 zusammen Gold im Wert von 801 Tonnen nachfragen mussten.
Das ist der zweithöchste Jahreswert aller Zeiten.
Gold als Geldanlage wird also immer beliebter und die Kurssteigerungen, die scheinen auch grenzenlos zu sein.
Doch macht es auch für Kleinanlieger Sinn, in Goldfonds zu investieren.
Darüber spreche ich jetzt mit Finanzflussgründer Thomas Kehl.
Vorab noch der wichtige Disclaimer an der Stelle.
Das ist natürlich keine Anlageberatung, sondern eine Einschätzung von Thomas zu dem ganzen Thema.
Thomas, was sind für dich die wichtigsten Treiber hinter diesem aktuellen Goldboom, den wir sehen und wie stark profitieren vielleicht auch Gold-ETFs im direkten Vergleich zu physischem Gold.
Also Gold ist ja immer dann beliebt, wenn wir uns in politisch oder geopolitisch instabilen Phasen befinden.
Es wird ja meistens so ein bisschen so als Fluchtwährung oder Alternativwährung gesehen.
Über viele Jahrzehnte war Gold uninteressant gewesen, aber gerade in den letzten Jahren hat Gold einen ziemlichen Boom hingelegt.
Üblicherweise war zum Beispiel auch der US-Dollar immer so eine Sicherheitswährung, in die man sich zurückgezogen hat.
Und die aktuellen politischen Instabilitäten kommen ja vor allem, also unter anderem auch aus den USA.
Und ja, Investoren scheinen sich, scheinen ein bisschen Distanz vom Dollar zu nehmen, der schwächer geworden ist.
Und davon fließt vermutlich einiges an Geld in Gold, was dafür sorgt, dass die Preise steigen.
Wenn wir jetzt mal Gold und ETFs miteinander vergleichen, das sind ja keine zwei Paar Schuhe, sondern im Endeffekt ist ETF ja einfach nur der Mantel, den man sozusagen da drum herumlegen kann.
Das kann man sich vorstellen, wie so ein Aktienfonds.
Es gibt ja ganz viele Aktien, ich glaube rund 15.000 oder 12.000 Stück weltweit, aber es gibt viel, viel mehr Fonds und strukturierte Produkte, wenn man diese Aktien beliebig miteinander kombinieren kann.
Und genau dieselbe Idee ist natürlich auch bei Gold ETFs.
Technisch gesehen sind es sogenannte ETCs, Exchange-Traded Commodities, das ist nicht ganz genau der rechtliche Rahmen, aber wir setzen das jetzt mal mental mit ETFs gleich.
Und solche Gold-ETFs oder ETCs sind natürlich ganz beliebte Produkte, wo dann das Gold drin liegt und man kann das ganz einfach über die Börse kaufen.
Vorteil an der Sache, ja, sorry.
Kurze Nachfrage dazu, weil mir kommt gerade so ein Gedanke, warum sollte man denn dann eigentlich in.
Weil du hast ja selber gesagt, das sind keine zwei verschiedenen paar Schuhe.
Warum sollte ich mich denn oder könnte ich mich für ein Gold-ETC oder entsprechend, ETF zu bleiben, anstatt physisches Gold.
Warum sollte ich mich, könnte ich mich dafür entscheiden?
Es ist immer eine Frage, was du beabsichtigst.
Geht es dir nur ausschließlich darum, von der Kurssteigerung von Gold zu profitieren?
Dann ist es das Einfachste, wenn du es zu Hause an deinem PC machst über einen Broker, der dann wiederum deinen Auftrag an die Börse gibt und dann machst du es mit Hilfe von ETFs.
Dann kannst du einfach, keine Ahnung, 5000 Euro oder wie viel auch immer dort rein investieren und innerhalb von wenigen Klicks hast du das entsprechende Finanzprodukt in deinem Depot drin.
Und das war's.
Gold, also physischer Goldkauf ist ja deutlich komplexer.
Wenn du dafür 5000 Euro kaufen willst, das ist jetzt rund 5000 Dollar oder etwas über 5000 Dollar ist gerade der Preis für eine Feinunze.
Und es sind natürlich ganz rund 33 Gramm.
Und genau, das ist schon ein bisschen komplizierter.
Da hast du Logistikkosten, die musst du dir erstmal zuschicken lassen.
Das kostet zusätzlich.
Oder du gehst irgendwie zu einer Bank und Dicusser, Reisebank oder was es auch immer so gibt, kaufst das physisch, dann hast du das Problem, wenn es ein bisschen mehr ist, musst du es auch eigentlich sicher lagern, macht man das in einer, macht man das in einem Schließfach, in Gelsenkirchen zum Beispiel, haha, Klammer zu.
Ich setze aber echt in die Wunde.
Dann hast du natürlich Lagerkosten, also diese Schließfächer sind natürlich nicht kostenlos.
Und ja, das sind einfach Abwägungsfragen.
Möchte ich das echte physische Gold haben, beispielsweise, wenn ich vom Weltuntergang ausgehe, dass die Währungen zusammenbrechen und ich möchte später mit Gold bezahlen, dann sollte man es eher physisch haben.
Wenn ich einfach nur von den steigenden Kursen profitieren will, dann kann man Derivate nutzen, wie zum Beispiel so ein ETF oder ETC.
Beides gemeinsam, worauf man achten sollte beim ETF-Kauf, also Gold-ETF-Kauf, ist das, dass das Ganze steuerlich so aufgebaut ist, dass man quasi einen sogenannten Auslieferungsanspruch hat.
Das bedeutet, du kaufst dir diese Wertpapiere, einen Gold-ETF.
Und theoretisch könntest du jederzeit der Emittentin sagen, also es gibt so Produkte wie zum Beispiel Xetra Gold, das wird von der deutschen Börse herausgegeben, die kannst du anschreiben und sagen, liefer mir jetzt das Gold, was ich hier im Äquivalent als Wertpapier gekauft habe, liefer mir das aus.
Das hat den, das muss man nicht tun, aber zumindest muss es diese Option geben, denn dann ist der Gold-ETC und der physische Goldkraftsteuer dich gleichgesetzt.
Deutschland haben wir nämlich den Vorteil, den steuerliche Vorteil, dass wenn du Gold kaufst und es mindestens ein Jahr hältst, dann ist es nach, also bei Veräußerung steuerfrei.
Das heißt, die ganzen Leute, die jetzt schon über einen Jahr in Gold investiert sind und große Profite gemacht haben, können den steuerfrei realisieren.
Wenn man sich Produkte kauft, die diese Eigenschaft nicht haben, dann müsste man einfach eine normale Kapitalertragssteuer bezahlen, weil es sich um ein normales, in Anführungszeichen, Wertpapier handelt.
Also das sind so ein bisschen die Abwägungen, die man hier treffen muss.
Aber schlussendlich von der Wertsteigerung gehen die Hand in Hand.
Also wenn der Goldpreis steigt, dann steigen natürlich auch die Gold-ETFs.
Und wenn der Goldpreis fällt, dann umgekehrt.
Abgekoppelt davon sind üblicherweise Goldminen-Aktien, das sind Aktiengesellschaften, die an der Börse gelistet sind, die sich mit der Goldförderung beschäftigen, die können manchmal ein bisschen stärker steigen oder weniger stark als der Goldpreis.
Okay.
Wenn wir vielleicht nochmal das historisch so ein bisschen einordnen, würdest du sagen, das ist gerade, oder ja, ich sag mal, wir stehen da gerade am Anfang so eines Trends oder ist es eher die spätere Phase.
Ich meine, du hast ja gerade eben selber schon gesagt, dass sich die Gegebenheiten verändert haben mit Blick auf den Dollar und das Vertrauen in die US-Währung.
Ist das ein Indikator dafür, dass wir sozusagen einen längeren Trend da jetzt sehen, mit Blick auf eine Gold Rallye?
Also, ich glaube, das kann dir niemand seriös sagen, außer vielleicht der Glaskugel.
Also da jetzt den Goldpreis vorherzusehen, halte ich für eine sehr, sehr große Spekulation.
Man muss sich das auch so vorstellen: also bei Unternehmen kann man ja Unternehmensbewertungen machen.
Die sind dann mal richtiger oder weniger richtig.
Aber wenn Nvidia, wie es jetzt heute der Fall sein wird, Zahlen veröffentlicht, oder zumindest einige Tech-Konzer, ich weiß nicht, ob Nvidia dabei ist, aber wenn die heute ihre Zahlen veröffentlichen und die weichen sehr stark von dem ab, was sie als Guidance gegeben haben, dann wird sich auch der Kurs verändern, weil man einfach mit Wachstumspronosen rechnet.
Beim Gold ist das anders.
Also Gold hat keinen produktives Business dahinter, was man irgendwie bewerten kann.
Da geht es wirklich nur um Angebot und Nachfrage.
Plus, es gibt da so verschiedene Ratios, die man sich anschaut, zum Beispiel Gold-Silber-Ratio oder sonstige Dinge, Staatsverschuldung.
Aber das sind alles Werte, die sich sehr stark verändern können, gegeben mit der politischen Weltlage.
Und deswegen ist es schwierig, vorher so angenommen, die politische Weltlage entspannt sich, dann könnte Gold auf einmal weniger attraktiv werden.
Oder es gibt neue, keine Ahnung, kriegerische Auseinandersetzungen oder Androhungen, dann könnte Gold weitersteigen.
Also es gibt ganz viele Faktoren, die dort einzahlen.
Und für Privatanleger ist es schwer, wenn nicht sogar unmöglich, das sicher zu prognostizieren.
Von daher wäre ich vorsichtig: Privatanleger laufen oft Trends hinterher.
Das heißt, es kann natürlich auch sein, dass wir an einem Höhepunkt sind, jetzt laufen ganz viele Privatanleger rein und dann fällt der Goldpreis.
Also alles ist möglich.
Was würdest du denn sagen?
Welche Rolle spielen Zentralbanken als Großkäufer von Gold für Anleger in Gold-ETFs?
Ja, das ist immer ein Hauptargument, was gebracht wird, so nach dem Motto, die indische Zentralbank, die chinesische, die türkische, das sind jetzt mal so die großen Bekannten, kaufen sehr, sehr massiv Gold.
Also, ich glaube, so um die 1000 Tonnen pro Jahr war da mal die Größenordnung.
Und man darf aber auch nicht vergessen, dieser Fakt ist bekannt.
Also nur weil dir das, weil das so ist, bedeutet das nicht, dass das automatisch auch bedeutet, dass die Goldkurse steigen werden.
Denn an der Börse ist es immer so, wir handeln die Zukunft.
Und Informationen sind üblicherweise gerade bei solchen großen Assets wie Gold, sind die eingepreist.
Das heißt, es ist allen Marktteilnehmern bekannt, dass große Zentralbanken in diesem Volumen kaufen.
Das heißt, es könnte sich schon in dem aktuellen Preis widerspiegeln.
Ändern würde sich das Ganze natürlich, wenn andere Zentralbanken mit viel Kaufkraft sagen würden, wir möchten jetzt ebenfalls große Goldpositionen aufbauen.
Das würde natürlich dafür sorgen, dass der Kurs nochmal steigen könnte.
Aber diese Ankündigung gab es bisher nicht.
Okay, und darauf aufsetzend, wenn wir auf Zinssenkungen schauen, was glaubst du, welchen Einfluss hat oder hätte eine Zinssenkung auf Gold-ETFs.
Na, erstens mal sind die Zinssenkungen, also müssen wir erstmal überlegen, ob das ein realistisches Szenario ist.
Also, Trump greift ja gerade sehr aktiv die Federal Reserve, die Unabhängigkeit der Federal Reserve, der Zentralbank von Amerika an, mit dem Wunsch, dass die Zinsen gesenkt werden.
Das muss man sich aber auch überlegen, der Dollar ist schwach oder ist schwächer geworden, was Trump persönlich toll findet.
Denn dann kann mehr nach außen, also ins Ausland exportiert werden, das Handelsdefizit reduziert sich.
Das ist ja quasi so sein Ziel.
Auf der anderen Seite bedeutet ein schwacher Dollar auch, dass man sich Waren aus dem Ausland teurer einkauft.
Das bedeutet potenziell deutlich höhere Inflation.
Und steigende Inflation muss eigentlich die Zentralbank mit steigenden Zinsen bekämpfen.
Also, dass wir jetzt wirklich in Zinssenkungen reinkommen, ist gar nicht so ausgemacht, wie man das wie man das immer wieder denkt.
Und von daher, dadurch, dass es so viele Faktoren gibt, ist es auch gar nicht so einfach, das direkt auf den Goldpreis umzuschlagen und zu sagen: Zinssenkungen bedeutet steigender, steigender Dollar.
Von daher ist ja der Zusammenhang nicht so einfach zu sehen.
Was wichtig zu beachten ist für uns europäische Investoren in Gold, ist, dass der Goldpreis in Dollar gehandelt wird.
Und deswegen müssen wir diese Rendite, diese phänomenal aussehende Rendite, auch immer wieder in Euros umrechnen.
Das heißt, ein weiterer Dollar, der schwächer wird, bedeutet für uns auch tendenziell erstmal weniger stark steigende Goldkurs.
Das darf man auch nicht vergessen.
Fair.
Thomas, und das ist eine Punktlandung.
Zehn Minuten.
Und damit herzlichen Dank für deine Zeit und für das Gespräch.
Elon Musks Unternehmen Tesla investiert zwei Milliarden US-Dollar in Musks KI-Unternehmen XAI.
Also die Firma, die hinter dem Chatbot Gorocks steht.
And parallel stellt Tesla die Modelle S und X ein.
Das Wachstum seiner E-Auto-Firma soll künftig, nämlich nicht mehr vom classischen Verkauf seiner Autos kommen, sondern vom KI-gesteuerter Robotik.
Stichwort autonomes Fahren.
Deswegen auch die Investitionen.
Er schichtet also um und macht in einem kalifornischen Werk Kapazitäten frei.
Die Fertigung seines sogenannten Cybercaps soll schon im ersten Halbjahr 2026 starten.
Auch Optimus, sein humanoider Roboter, ihr kennt ihn vielleicht noch aus diesen Videos, in denen der Popcorn verteilt, soll den freien Produktionsplatz durch die SX-Modelle ersetzen.
Musks Kerngeschäft, Elektroautos, wird also eher zum Auslaufmodell.
Das verwundert auch nicht unbedingt, denn der Umsatz von Tesla, der war letztes Jahr mit 3% erstmal zurückläufig.
Der Nettogewinn, der lag bei 5,8 Milliarden US-Dollar, rund ein Viertel weniger als das Jahr zuvor.
Das Unternehmen will jetzt in sich investieren und zwar 20 Milliarden Dollar doppelt so viel wie letztes Jahr.
Und das soll sich durch die Software für das autonome Fahren auch rentieren.
Elon Musk sieht also die Zukunft in Roboautos.
Die fahren aber erstmal nur in den USA.
Und wir haben uns heute Morgen deswegen gefragt, wie sieht das eigentlich bei uns aus?
Meine Kollegin Charlin hat sich den deutschen Robo-Automarkt mal genauer angeschaut.
Charlie, erstmal ganz grundsätzlich, wo stehen wir denn da Anfang 2026 bei dem Thema.
Also kurz gesagt, Deutschland ist jetzt kein Robo-Autoland für Privatkunden, aber ein ziemlich aktiver Test- und Entwicklungsmarkt, vor allem im öffentlichen Verkehr.
Das zeigt zum Beispiel der Robo-Bus-Radar 2025, der Unternehmung Unternehmensberatung PWC.
Laut denen sind in Deutschland nämlich inzwischen 52 Pilotprojekte zum automatisierten und auch autonomen Fahren abgeschlossen.
Weitere 15 laufen aktuell mit einem Gesamtvolumen von rund 228 Millionen Euro, größtenteils auch öffentlich gefördert.
Und der Fokus liegt dabei jetzt nicht auf privaten Robotaxis, wie schon gesagt, sondern wie bei Tesla zum Beispiel, sondern auf autonomen Shuttles und Bussen im ÖPNV.
PWC sagt zum Beispiel sehr klar, dass der de facto-Standard in Deutschland und generell in der Dachregion sind Level 4-Shuttles.
Also das sind Fahrzeuge, die in klar definierten Gebieten komplett autonom fahren können, meist als Ergänzung zum ÖPNV.
Aber ja, Robotaxis sind da eher Nebenrolle und das hat einfach viel mit Regulierung, Haftung, auch politischer Zielsetzungen zu tun.
Okay.
Und wo in Deutschland passiert denn da bei, ich sag mal, konkreter meisten gerade?
Das ist sehr ungleich verteilt.
Also, es gibt so eine klare Clusterbildung.
Spitzenreiter ist Bayern mit zwölf abgeschlossenen Projekten.
Dahinter kommt Baden-Württemberg, die haben 11.
Und beide profitieren einfach von einer starken Auto und auch einer starken Forschungsindustrie.
Hamburg zum Beispiel steht als Stadtstadt heraus, auch interessant.
Die haben sechs abgeschlossene Projekte und auch eine sehr klare politische Zielsetzung.
Die wollen laut Senat bis 2030, also schon recht kurzfristig mehrere hundert autonomen Shuttles im Stadtgebiet einsetzen.
Das ist dann auch kein vages Ziel, sondern tatsächlich auch Teil von laufendem Programmen wie Alike, so heißt das, das insgesamt 52 Millionen Euro kostet und mit 26 Millionen vom Verkehrsministerium gefördert wird.
Und ich finde auch generell ist der Blick nach Hamburg eigentlich interessant, weil Hamburg zwei Vorteile hat.
Und zwar kurze Entscheidungswege und einen stark integrierten ÖPNV.
Das bestätigt auch PWC, die sagen nämlich, Stadtstaaten haben es da generell ein bisschen einfacher, beziehungsweise sind generell überdurchschnittlich erfolgreich, was das betrifft, weil einfach die Zuständigkeiten klar sind.
Hamburg zum Beispiel testet konkret schon länger autonome Shuttlebusse, zum Beispiel mit der VW-Tochter Moya.
Der Verkehrssenator Agnes Terx, der hat zum Beispiel in einem Weltinterview gesagt, dass Moya Ende 2026, Anfang 27, die Zulassung für diese Level-Vier-Fahrzeuge erwartet, also dieses fahrerlose Fahren, aber im definierten Gebiet.
Oh ja, und jetzt kommen auch noch die autonomen Taxis dazu, oder?
Ja, und das ist tatsächlich neu für Deutschland.
Die Stadt Hamburg zum Beispiel und Freenow von Lyft, die haben eine Absichtserklärung geschlossen, um autonome Taxis in den regulären Taxiverkehr zu integrieren.
Das wurde von Freenow selbst kommuniziert und laut NDR soll der Test zunächst erst in Altona, dann Hamburg Nord und dann Bergedorf starten.
Zunächst auch mit Sicherheitsfahrern.
Ob und wann die Fahrzeuge dann komplett fahrerlos unterwegs sind, das ist offen, aber es ist zumindest mal ein Versuch, Level 4-Fahrzeuge wirklich in den Alltag eines Taxisystems zu integrieren.
Klingt ja fast ein bisschen wie Masks Vision, sage ich mal, nur ein bisschen kontrollierter.
Genau, sehr kontrolliert, sehr deutsch.
Anders als Tesla denkt man hier halt nicht, wir stellen einfach Millionen Autos auf die Straße, lassen sie laufen lassen, sie lernen, sondern es gibt kleine Flotten, auch klar begrenzte Gebiete, eine enge Aufsicht.
Der ist auch erstmal nichts Schlechtes hinter das ist auch ein Haftungsthema.
Sobald so ein Fahrzeug nämlich auf Level 4 fährt, haftet in Deutschland der Hersteller und nicht mehr der Mensch.
Und das erklärt vielleicht auch, warum viele Unternehmen da einfach vorsichtig sind, wie auch in mehreren Einordnungen zu der Rechtslage da betont wird.
Die Bundesregierung hat aber einen klaren Zeitplan formuliert in der nationalen Strategie für autonomes Fahren.
Das wurde beschlossen im Dezember, Dezember 2024.
Und da heißt es, dass ab diesem Jahr der Übergang von Test in den Regelbetrieb erfolgen soll.
2028 der größte zusammen zusammenhängende Betriebsbereich weltweit entstanden sein soll und bis 2030 die vollständige Integration in ein vernetztes Mobilitätssystem mit Fokus auf den ÖPNV erfolgt erfolgen soll.
Also das Ziel der Bundesregierung, schon Deutschland zu einem Markt für autonomes Fahren zu machen.
Spannend.
Danke dir für die.
So, danke dir für die Recherche.
Gerne.
Falls ihr Kritik oder Anmerkungen habt, schickt es uns gerne per Mail an Feedback at im-loop.de oder in unseren Discord-Channel.
Den Link, den packen wir in die Folgenbeschreibung.
Redaktionell erstellt haben diese Folge Charlene Schreiber, Jan-Paul Götze, Charlotte Wennewald und ich Mary Abdella Sistizo.
Produziert wurde sie von Finn Bethke.
Unser Redaktionsschluss, der war wie immer um 13 Uhr und dieser Podcast ist eine Finanzfluss-Produktion.
Und damit sie auch weiter im Loop bleibt, hören wir uns dann morgen wieder.
Bis dahin, macht's gut.
Aber was ich noch erzählen wollte, meine Nichte kämpft sich ja ganz schön das Studium.
Semesterbeitrag, Laptop, Bücher, Software, Handy, Internet.
Ach, sag ihr, sie kann sich das zurückholen.
Ja, du meinst von der Steuer absetzen, ne?
Aber sie verdient ja nicht.
Egal, Zauberwort Verlustvortrag.
Macht sie ganz einfach mit Viso Steuer.
Und wenn sie dann arbeitet, heißt es Katsching.
Das geht?
Safe.
Wieso Steuer.
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