# Tech Earnings, AI Capex, and Gold Reserves

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-01-29

## Transcript

Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Informationen und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Heute ist Donnerstag, der 29.
Januar.
Mein Name ist Noah Leidinger und das ist ohne Aktien wird schwer.
Sponsor dieses Podcasts ist Scalable Capital der einzige Broker, den deiner Familie zum Traden braucht.
Bei Scalable Capital gibt es nämlich auch Kinderdepots.
Und bei uns gibt es heute neben den neuesten Krypto Gold News alles, was die Tech Welt zu bieten hat.
ASML, Microsoft, Meta, Tesla und und und alle haben Quartalszahlen.
Gute Nachrichten.
Der CEO von Starbucks darf unbegrenzt mit dem Firmenprivatchit fliegen, auch für private Trips.
Bisher musste er private Trips ab 250.000 Dollar selbst zahlen.
Der Aufsichtsrat hat aber Montagnacht entschieden, dass das Sicherheitsrisiko für Brian Nicole so hoch ist, dass er nie mit einem normalen Flugzeug fliegen soll.
Für sein Sicherheitspersonal und andere Sicherheitsmaßnahmen hat Starbucks letztes Jahr übrigens über eine Million Dollar investiert und für seine Unterkünfte auf Reisen 370.000 Dollar.
Und nach den Quartalszahlen, die gestern rausgekommen sind, scheint es sich zu lohnen, ihm die teuren Hotelzimmern zu zahlen.
Starbucks hat danach zwar nur leicht zugelegt, aber die Aktie ist seit Beginn des Jahres schon 15% gestiegen und entscheidend ist, sein Turnaround-Plan scheint zu funktionieren.
Ganze 4% ist der Umsatz in bestehenden Läden in den USA nämlich gestiegen.
Das klingt jetzt nicht krass, ist aber das stärkste Wachstum seit 2023.
Und vor allem kam der Anstieg nicht durch Preiserhöhungen, sondern zum größten Teil, weil 3% mehr bestellt wurde.
Mehr Kunden in die Läden zu holen und sie kürzer warten zu lassen, ist auch eines der großen Ziele und es scheint eben zu funktionieren.
Unter anderem indem mehr Personal in den Läden ist, die Barista smarter Algorithmen bekommen haben, damit sie Bestellungen effizienter abarbeiten.
Und dazu wurde das Menü um 25% reduziert und ist weniger komplex geworden.
Aber er reduziert nicht nur, sondern baut Bereiche aus, zum Beispiel gibt es immer mehr Proteingetränke, was beim aktuellen Protein-Hype sehr gut funktioniert.
Starbucks meinte, dass sie dadurch zusätzliche Kunden bekommen, die extra dafür in die Läden kommen.
Ein anderes Thema, mit dem sie das schaffen wollen, sind eigene Energy Drinks.
Das haben sie wahrscheinlich beim Konkurrenten Dutch Bros.
abgeschaut.
Der macht ja ein Viertel vom Umsatz mit Energy Drinks.
Und der große Vorteil davon ist, dass Energy Drinks eher nachmittags getrunken werden, wo die Läden nicht so gut ausgelastet sind wie morgens.
Ganz spannend fand ich außerdem noch, dass Nicole die neue Position der Coffeehouse Coaches einführt.
Die sind eine Ebene unter dem Store Manager und er erhofft sich damit viel Personal auszubilden, das neue Läden sofort und gut betreiben kann.
Denn alleine dieses Jahr sollen noch bis zu 650 neue Läden eröffnet werden.
Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch, der Turnaround kostet natürlich Geld, vor allem wenn man zum Beispiel mehr Mitarbeiter in den Läden hat.
Letztes Quartal hatte Starbucks nur noch eine operative Gewinnmarge von gerade mal 12%, letztes Jahr waren es 17%.
Aber es gibt gerade auch keine wirklich andere Option.
Profitabler werden kann man immer noch, wenn es läuft, umgekehrt bringt das eher wenig.
Und damit zu den angekündigten Tech-Zahlen, da gab es gestern direkt zum Start in den Tag gute Nachrichten von ASML, die hatten letztes Quartal 13 Milliarden Euro an Buchungen.
Analysten haben gerade mal 7 erwartet.
Bei ASML ist zwar normal, dass Buchungen stark schwanken und nicht so einfach prognostizierbar sind, trotzdem ist es ein klares Zeichen von hoher Nachfrage.
Passend dazu meinte der CEO auch noch, dass sie in den letzten Monaten deutlich mehr positives Feedback von Kunden bekommen haben, die immer mehr davon ausgehen, dass die KI-Nachfrage nachhaltig und kein kurzfristiger Effekt ist.
Das größte Hindernis aus Sicht von ASML ist eher, dass die Kunden aus anderen Gründen nicht so schnell mit dem Bau ihrer neuen Chipfabriken vorankommen und dann später die Maschinen bestellen.
An der Börse ging es gestern übrigens trotz der soliden Zahlen nicht bergauf.
Am Ende des Tages hat die Aktie leicht verloren, liegt aber sicher auch daran, dass sie sich in den letzten zwölf Monaten schon mehr als verdoppelt hat.
Dazu kommt, dass ASML gerade eine Ultra-High-End-Variante seiner ohnehin schon High-End-Maschinen einführt, die über 400 Millionen Dollar pro Stück kosten soll und bei denen gibt es gerade die Sorge, dass Kunden wie TSMC sie nicht bestellen, weil alle einfach extremen Produktionsdruck haben und dann lieber die sichere Wette mit den alten Maschinen eingehen, als bei dem Druck, der sowieso schon da ist, noch einen großen Technologiewechsel zu machen.
Spannend war dann noch, dass ASML trotz der guten Zahlen 1700 Stellen streichen wird und dabei vor allem Management-Ebenen abbauen will.
Damit soll die Firma wieder mehr von Ingenieuren gesteuert werden, die Innovationen bringen.
In einem sehr ähnlichen Move hat gestern auch Amazon verkündet, dass es im Konzern 16.000 Jobs streichen will.
Und wenn wir schon beim Thema Streichen sind, der Jakarta Composite-Index aus Indonesien ist gestern 7% gefallen, weil MSCI gesagt hat, dass die Aktionärstrukturen in Indonesien teilweise sehr undurchsichtig sind und es auch sonderbare Handelsströme gibt, die koordiniert wirken.
Falls sich das nicht ändert, ist Indonesien für MSCI nicht mehr investierbar und könnte aus verschiedenen Indizes fallen.
Auch sowas kann die Börse bewegen.
Bewegt hat die Börse außerdem ein Shortseller-Bericht von Gotham City Research gegen Kavana.
Die Aktie vom Autohändler hat danach 20% verloren.
Und 10% verloren hat die Aktie von M Fanel.
Das ist einer der Weltmarktführer für Steckverbinder und Kabel, kommt auf 180 Milliarden Dollar Börsenwert und hat sich im letzten Jahr verdoppelt.
Auch dort ist die Nachfrage durch Rechenzentren und Quo ziemlich stark gestiegen.
Die Zahlen gestern waren auch sehr solide, der Umsatz ist fast 50% gewachsen, aber die Aktie ist eben extrem gut gelaufen und die Erwartungen waren extrem hoch.
Ansonsten fast schon nebenbei hat der SP 500 gestern das erste Mal ever die Marke von 7000 Punkten geknackt, Gold ist auf über 5.300 Dollar gestiegen und die Zentralbank der Armees hat den Lightzin, wie erwartet, nicht verändert.
Jetzt aber wirklich zu den Zahlen der ganz großen Techplayer.
Was war bei Microsoft Meta und Tesla los?
Meta macht überall mehr als gedacht, sie machen mehr Umsatz, investieren aber auch mehr.
Konkret wollen sie dieses Jahr 115 bis 135 Milliarden Dollar in Capital Expenditures investieren, also in sowas wie KI-Rechenzentren.
Analysten haben nur 110 Milliarden erwartet und nur um es einfach mal ins Verhältnis zu setzen, Meta investiert dieses Jahr mehr Geld in Rechenzentren, als Rheinmetall insgesamt wert ist.
Sie investieren auch circa 10 mal so viel wie Snapchat-Wert ist.
Aber der Umsatz soll dieses Quartal auch auf bis zu 57 Milliarden Dollar steigen.
Analysten haben gerade mal 51 erwartet, dass es bei der Größe eine wirklich krasse Abweichung.
Trotzdem muss man sagen, die ganzen Kosten für KI-Talente und Abschreibungen von Rechenzentren führen schon jetzt dazu, dass der Gewinn viel langsamer wächst als der Umsatz.
Letztes Quartal ging der Umsatz 24% drauf, der operative Gewinn gerade mal 6%.
Die Börse war aber erstmal vom Wachstum überzeugt, nach Börsenschluss ist die Aktie um die 10% gestiegen.
5% Backup ging es dafür bei Microsoft, die am letztes Quartal 38 Milliarden Dollar in Capital Expenditures, also Rechenzentren und Co.
investiert und damit eine Milliarde mehr als erwartet.
Beim Umsatz waren sie zwar über den Erwartungen, aber nicht so deutlich wie Meta, dazu ist gerade die wichtige Cloud-Sparte Azure nur 39% gewachsen.
Letztes Quartal waren es noch 40% und Analysten haben mit 39 gerechnet, dass es da keine Beschleunigung gibt, ist nicht so positiv.
Spannend war übrigens, dass der Gewinn durch einen Sondereffekt fast 8 Milliarden höher war und der Sondereffekt war das Investment in OpenAI, das hat an Wert zugelegt im letzten Quartal.
Minimal zugelegt hat nach Börsenschluss noch Tesla, die Zahlen waren zwar nicht so gut und der Umsatz ist 3% gesunken, das wurde aber schon erwartet.
Dafür meinte Tesla, dass sie im ersten Quartal die dritte Generation vom Optimus-Roboter vorstellen werden, der noch vor Ende des Jahres in die Massenproduktion gehen soll.
Außerdem hat Tesla verkündet, dass es 2 Milliarden Dollar in Masks KI-Startup XAI investieren wird und das Energiebusiness entwickelt sich auch ganz gut, da ist der Umsatz 25% gestiegen und es macht schon über 10% vom Gesamtumsatz aus Crypto Thursday.
Dein Krypto-Kick.
Und nach diesen ganzen Text-Zahlen gibt es jetzt ein bisschen Abwechslung und Krypto mit meinem Kollegen Timon.
Vor einem Jahr haben alle über Bitcoin gesprochen, gerade sprechen alle über Gold.
Aber Gold ist auch am Kryptomarkt spürbar.
Stablecoin-Anbieter Tether ist neben ETFs, Banken und Staaten nämlich der größte bekannter Horter von Gold auf der Welt und Tether hält mittlerweile 140 Tonnen im Wert von 24 Milliarden Dollar.
Und jede Woche werden es ein oder zwei Tonnen mehr.
Letztes Jahr hat Tether insgesamt 70 Tonnen gekauft.
Mal abgesehen von Polen ist das mehr als von irgendeiner Zentralbank bekannt ist.
Und damit war Tether ein wichtiger Player bei der Goldrally der letzten Monate.
Die Financial Times schätzt, dass die Firma nur durch den Anstieg vom Goldpreis seit September mehr als 5 Milliarden Dollar Gewinn gemacht hat.
Der Tether CEO Paolo Arduino geht übrigens davon aus, dass andere Staaten eine Alternative zum Dollar rausbringen werden, die als Token an Gold gekoppelt ist.
Und Arduino sieht Tether als Goldhorder dabei auf dem Weg zu einer der größten Goldzentralbanken der Welt.
Aktuell sind Tethers Reserven vergleichbar mit kleineren Zentralbanken wie der von Katar, Korea oder Griechenland, aber entsprechend nur ca.
2% von den Reserven des größten Goldhalters, der US-Zentralbank.
Tether hat aber auch selbst einen eigenen Goldtoken, der ist direkt an Gold gelingt und Arduino glaubt, dass von dem bis Ende des Jahres bis zu 10 Milliarden Dollar im Umlauf sein werden.
Aktuell sind es ca.
2,5 Milliarden.
Wem der Erfolg von Stablecoins deutlich weniger gefallen dürfte, sind die klassischen US-Banken.
Laut einem Analysten von Standard Chadert werden bis Ende 2028 500 Milliarden Dollar von Bankeinlagen in Stablecoins fließen.
Die Menge an Stablecoins, die gerade im Umlauf ist, ist im Vergleich zum Vorjahr schon um etwa 40% gestiegen und liegt jetzt bei etwas über 300 Milliarden Dollar.
Schlechter als für den Goldmarkt lief die Crypto Connection für den FIFA-Chef Gianni Infantino.
Die FIFA verkauft seit Monaten als Teil einer Lotterie Vorkaufsrechte für Tickets der WM 2026.
Mehr als eine halbe Milliarde Menschen haben sich weltweit für die Vorverkaufsrunde beworben.
Die meisten werden in der Lotterie aber leer ausgehen.
Wer sich sicher sein möchte, hat sich sogenannte Right-to-Buy-Token gekauft, mit denen kann man sich das Recht kaufen, unter bestimmten Bedingungen eine Spielkarte kaufen zu dürfen.
Das Recht, sich eine Karte fürs WM-Finale kaufen zu dürfen, falls die deutsche Nationalmannschaft daran teilnimmt, hat z.B.
999 Dollar gekostet.
Falls Deutschland es tatsächlich schafft, kommt der Ticketpreis dann aber noch obendrauf.
Falls nicht, sollte es aber auch keine Rückerstattung geben und Fans wären auf dem Token sitzen geblieben.
Jetzt prüft aber die deutsche Glücksspielbehörde, ob das überhaupt legal ist oder gegen das Glücksspielrecht verstößt.
Die Schweiz hat deswegen schon ein Strafverfahren eingeleitet.
Grund ist, dass das illegalen Lotterien und Sportwetten ihnen hält.
Das Ganze läuft übrigens über eine Firma aus Gibraltar namens Modex Tech Limited.
Den Namen vom Gründer findet man auch in den Paradise Papers.
Und zum Abschluss gab es noch eine Meldung zu einem Börsengang.
Die Financial Times hat berichtet, dass der Crypto-Wallet-Anbieter Ledger für 4 Milliarden Dollar in den USA an die Börse gehen soll.
2023 wurde die Firma noch mit anderthalb Milliarden Dollar bewertet.
Ledger konnte im letzten Jahr in Rekordumsatz in dreistelligen Millionenbereich knacken, weil immer mehr Kryptoinvestoren sich vor Hackern schützen wollen.
Deshalb nutzen sie die Cold Wallets von Ledger.
Die sehen aus wie USB-Sticks und auf ihnen kann man Coins speichern, die dann nicht mehr mit dem Internet verbunden und heckbar sind.
Wir hören uns morgen wieder.
Bis dahin.
Alles Gute.
Adios.
