# AI CapEx Surge and Market Winners

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-01-29

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über den ASML-Moment, den IBM-Triumph und schlechte Luxus-Perspektiven.
Im Thema des Tages geht es um das CapEx-Beben bei Meta, Microsoft und Tesla.
Und in der Triple ID präsentieren wir euch endlich mal wieder einen Börsengang.
Alles auf Aktien.
Der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Holger Czepitz.
Und Nando Sommerfeld aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Donnerstag, der 29.
Januar und wir wünschen euch einen spektakulären Start in den Tag.
Ja, spektakulär war auch das, was die Börsen gestern abgeliefert haben.
Über die Zahlen und Prognosen von Männer, Microsoft und Tesla.
Da reden wir gleich im Thema des Tages.
Doch der Mittwoch, der begann ganz früh mit einem anderen Aufregern aus Europa.
Genau, den lieferte ASML, dem wertvollsten Unternehmen Europas gelang es, die ohnehin hohen Erwartung der Kapitalmärkte nochmal bei Weitem zu übertreffen.
Der vielbeachtete Auftragseingang, der lag im vierten Quartal 225 mit 13,2 Milliarden Euro rund doppelt so hoch.
Doppelt so hoch, Leute, wie von Analysten erwartet.
Und auch die 226er Umsatzprognose wurde angehoben.
Die Erlöse sollen jetzt zwischen 34 und 39 Milliarden Euro liegen.
Und bislang war man nur von 33 Milliarden ausgegangen.
Und das war noch nicht alles.
ASML kündigte außerdem noch einen 12 Milliarden Euro schweren Aktienrückkauf an und auch die Dividende, die soll angehoben werden, nämlich von 6,56 auf 7,50 Euro.
Und dieser Aufträgsang war deshalb so hoch, weil nicht nur diese EUV-Geräte, die ja für diese Hochleistungs-KI-Chips gebraucht werden, da gab es Nachfrage, sondern auch diese D-RAM-Geschichten, diese Memory-Teile.
Und deswegen kamen da auf diese 13 Milliarden.
Wir hatten euch ja schon so ein bisschen drauf hingearbeitet und dann ging es mit der Aktie trotzdem nach oben um 10 Prozent.
Aber irgendwann setzten Gewinnmitnahmen ein.
Denn schließlich hatte ASML schon in den vergangenen Wochen fast 50 Prozent an Wert gewonnen.
Und dann haben irgendwann manche Leute Kasse gemacht und am Ende war es dann ja ein leichtes Minus.
Aber es gab andere Aktien, die von ASML beflügelt worden, nämlich die gesamte Wertschöpfungskette von denen jenen Optik.
Die gewanden 9 Prozent.
ASML ist deren größter Kunde und auch die Aktien der ganz Großen sahen gut aus.
Micron plus 6, Nvidia plus 1,5 und TSMC auch plus anderthalb.
Genau, die haben auf jeden Fall profitiert.
Es ist ja auch immer ein gutes Zeichen, wenn so ein Riese quasi so dermaßen performt und überzeugt.
Ein anderes Ereignis wurde allerdings zum Non-Event DUS.
Die US-Notenbank hat es, wie von den Märkten erwartet, die Zinsen nicht verändert und belässt den Leitzins in der Spanne von 3,5 Prozent bis 3,75 Prozent.
Lediglich zwei FED-Mitglieder hatten eine abweichende Meinung und das waren Mirren und Walner.
Das hatten aber auch alle erwartet.
Und ja, auch die Pressekonferenz von Notenbankchef Jerome Powell lieferte keine nennenswerte Impulse.
Die Wirtschaft steht dieses Jahr auf festem Fundament, hieß es.
Die Zinsen befinden sich nun im Zitat neutralen Bereich.
Also sie bremsen nicht und stimulieren nicht, also ja, non-Event halt.
Tja, und die Aktien machten nach der Pressekonferenz ging es ein bisschen oder nach der Zinsnichtsenkung ging es erstmal ein bisschen runter, da ging es wieder hoch und am Ende war beim Nasdaq ein 100 ein Plus von 0,3 Prozent.
Und der SP 500, der schloss kaum verändert.
Und er hatte zwischenzeitlich sogar mal die Marke von 7000 Punkten übersprungen.
Aber die konnte nicht schalten und deswegen, wie gesagt, unverändert.
Unser DAX.
0,3% tiefer bei 24.822 Zähler.
Ja, komm, wir machen weiter mit Aktien, weiter geht's mit Big Blue, IBM, die haben geliefert, nämlich ein überraschend starkes Quartalsergebnis.
Der Auftragsbestand bei Software und Dienstleistungen ist rund um das Thema KI.
In diesem Bereich ist es um etwa ein Drittel auf mehr als 12,5 Milliarden Dollar gestiegen.
Ja, die Ziele für einen deutlichen Anstieg beim Umsatz und vor allen Dingen auch beim Free Cashflow wurden bestätigt und so gab es ein Nachbürstliches Plus von 8%.
Ja, für den SAP-Konkurrenten-Service Now lief es nicht ganz so gut.
Hier lagen Umsatz und Gewinnen mich leicht unter den Erwartungen und weshalb die Aktie nach Börsenschluss 3% verloren.
Ich fand das faszinierend, dass bei IBM das Software-Geschäft so wahnsinnig gelaufen ist, während diesen normal, das Beratungsgeschäft.
Das ist sogar ein Minus, hatte das, aber das Software-Geschäft ist zweistellig gestiegen und so kam dieses wunderbare Plus bei IBM zustande.
Obwohl ja gerade Software nicht so in aller Munde ist.
Naja, dann gab es noch bei IATT das stärkste Kundenwachstum im Breitbandgeschäft seit einem Jahrzehnt.
Das gab der Akt zur Rückenwind.
Dank zusätzliche Investitionen in das Glasfasernetz und in den 5G-Mobilfunkstandard rechnet der Telekom-Konzern AT<unk>T in den kommenden Jahren mit einem beschleunigten Wachstum, die Aktien stiegen, 4,7 Prozent.
Ganz leicht fielen die Aktien von Amazon, der Online-Händler will etwa 16.000 Stellen im Bürobereich streichen.
Das ist die zweite Entlassungswelle seit Oktober, ist noch gar nicht so lange her, als bereits einmal 14.000 Mitarbeiter entlassen wurden.
In einem Blogbeitrag schrieb das Unternehmen, dass die Entlastung Teil der laufenden Bemühungen sein, Zitat, unsere Organisation durch den Abbau von Hierarchieebenen, die Stärkung der Eigenverantwortung und den Abbau von Bürokratie zu stärken.
Das sieht mir doch schon sehr stark nach Produktivitätssteigerung aus.
Oder irgendwie, man weiß nicht so richtig, was das für eine Strategie sein soll.
Aber gut, dann sagen wir, du musst, du übernimmst mehr Verantwortung.
Klar, weil einfach dein Kollege nicht mehr da ist.
Aber mehr Verantwortung übernehmen klingt einfach viel schöner, als du musst jetzt auch die Arbeit vom Kollegen mitmachen.
Wo hast du denn das mit der Verantwortung gelesen?
Das habe ich doch gar nicht gesagt.
Doch, mehr Eigenverantwortung, die Stärkung der Eigenverantwortung und den Abbau der Bürokratie.
Das war doch, stand in dem Statement.
Ja, mit 30.000 Stellen, das ist doch, also das musst du dir erstmal leisten.
Und zwar White Color, das sind Whitecolour Jobs.
Das ist nicht irgendwie, dass du im Lager bist und dann ein Roboter hinstellst, sondern keine Ahnung, was die bisher gemacht haben.
Vielleicht haben die bisher ja die Beschreibung, die Produktbeschreibung gemacht und das macht jetzt die KI.
Wir wissen es nicht.
Auf jeden Fall, ja, schon krass, was möglich ist.
Und krass waren auch die Zahlen von GE Vernova, das ist ja die amerikanische Siemens Energy.
Die gewannen 3% und die Zahlen, das war wirklich der Hammer.
Der Umsatz im abgelaufenen Quartal lag deutlich über den Erwartungen, rund 8% über der Guidance.
Vor allem das Gasgeschäft läuft super.
Die Preise für Gasturbinen sind explodiert.
Von 601 auf 728 Dollar pro Kilowatt.
So wird das wohl berechnet bei Gasturbinen.
Und das ist halt kein Zufall, dass sie so anheben können.
Das ist nämlich einfach Preissetzungsmacht, weil die eine Riesenauftragsschlange haben und dann kann man einfach mal die Preise machen, wie man Lust hat.
Und es ist ein Traumquartal gewesen.
Und es gab nur ein einzige, ja, so ein H in der Suppe, das war die Windkraft und zwar Offshore-Wind und der Bereich, der hat die Marge insgesamt nach unten gezogen.
Aber das große Bild, das bleibt intakt, der globale Energiehunger wächst, nicht nur wegen KI-Rechenzentren, sondern eben auch Elektrifizierung der gesamten Wirtschaft.
Und bevor irgendwann die Atomkraft in Amerika wieder das große Comeback hat, gibt es halt als Zwischentechnologie Gas und da ist die halt die Marktführer.
Wind kannst du natürlich vergessen in Amerika.
Windkraft mag der Donald nicht.
So, hatten wir am Anfang einen europäischen Riesen, haben wir auch am Ende der Märkte einen, nämlich den Luxusgüterriesen LVMH.
Die enttäuschten allerdings beim Gewinn.
Die Aktie verlor 8% LVMH setzt im vierten Quartal, zwar mehr um als erwartet, aber der operative Gewinn, der sank doch deutlich um 9% für das abgelaufene Gesamtjahr.
Die Margenbunden unter anderem durch Währungseffekte US-Zölle auf Alkoholexporte und natürlich den hohen Goldpreis belastet.
Und überhaupt schlug Konzernchef Benner Arno sehr vorsichtige Töne an.
Tja, wenn der Primus dann auch noch so zurückhalten ist, spürt das natürlich auch die ganze Branche und so verloren auch die Aktie in der Konkurrenz.
RMS minus 4, Kehring minus 3, Montclair minus 3 und auch Bruno Cuccinelli war Minus.
Brunello Cuccinelli.
Brunello, Martin, jetzt habe ich das.
Nein, jetzt habe ich das versaut.
Brunello Cuccinelli, natürlich.
Das ist doch dieser wunderschöne Name Brunello Cuccinelli.
Aber worunter die richtig leiden, ich glaube Alkohol.
Da gab es ja letztens eine Geschichte in FT und die war so krass, dass wirklich die Läger voll sind mit Alkohol.
Jeder, der in den Laden geht, sieht ja diese Angebote.
Die Leute wollen keinen, wollen nicht mehr saufen.
Und das ist wohl ein mega Problem für all die Alkoholhersteller.
So, und dann gibt es, da gab es noch Zahlen nachbörsich von DWS am Abend und da ist die Aktie 4,3% gestiegen.
Und jetzt mache ich noch schnell Termine.
Deutsche Bank gibt's, SAP gibt's und aus Amerika Apple.
Visa Mastercard, Caterpillar.
Dann Thermofischer, Lockheed, Sanofi, Blackstone, Altria, Rolke, Bean und Zendisk und dann noch in Europa Rosch, Nokia, ABB, Hyundai, EasyJet und HM.
Das Thema des Tages.
Liebe Holger, wir hatten es schon erwartet.
Das war kein normaler Earningsabend.
Das war ja ein Capex-Beben, Erdbeben, so würdest du es, glaube ich, bezeichnen.
Meta, Microsoft und Tesla.
Drei Zahlenwerke, drei völlig unterschiedliche Marktreaktionen, aber doch ein gemeinsames Muster.
Tja, genau.
Das gemeinsame Muster ist.
Alle drei sagen im Grunde, wir investieren jetzt, koste, was es wolle.
Und die Börse muss dann entscheiden, ob sie das feiert oder ob sie es eher abstraft.
Ja, fangen wir doch mal mit dem Clan Sieger an.
Das war gestern Abend oder heute Nacht MEDA.
Umsatz über Erwartung, starke Guidance und dann diese Ansage 115 bis 135 Milliarden Dollar Cabecs für dieses Jahr.
Fast eine Verdopplung.
Das musst du hinkriegen.
Fast eine Verdopplung.
Und die machen ja nicht irgendwie, dass die Rechenzentren noch für Fremdfirmen machen.
Das machen die nur für sich.
Das ist das faszinierend.
Aber nur können wir denken, da geht die Aktie runter.
Aber ganz und gar nicht.
Die Aktie ging sogar zeitweise zweistellig hoch und stand dann in der Nacht so bei plus 8 Prozent.
Und warum?
Weil eben Mark Zuckerberg zeigen kann, die Werbemaschine finanziert diese KI-Wette.
Die Werbeeinnahmen sind um 24% gestiegen.
Und das war nicht nur das Volumen, sondern sie konnten sogar die Werbepreise um 9% anheben.
Und KI macht die Werbung auf Instagram so effizient, dass die Cash-Maschine im Keller quasi das teure KI-Hobby im Dachgeschoss locker finanziert.
Und Jeffries nennt das Full Throttle, also Vollgas und sieht die Aktie bei 910 Dollar und aktuell kostet sie 720.
Ja, das ist mal eine Ansage.
Die Lehre ist daraus: investieren ist okay, solange das Kerngeschäft berummt.
Und genau das sieht man halt auch sofort im Cashflow und eben auch bei Meta.
Deshalb sagen die Analysten, kaufen, kaufen, kaufen über 90 Prozent Kaufempfehlung, Kursziele deutlich höher dem aktuellen Niveau.
MEDA, so scheint es im Moment das perfekte Paket.
Hohes Wachstum plus hohe Investitionen plus sofortigen Ertrag.
Klar, das lieben die Märkte.
Und es war halt völlig anders als im Vorquartal.
Da ging es ja 14 Prozent mit der Aktie runter.
Aber diesmal, wie gesagt, waren halt auch die Zahlen so großartig.
Ganz anders, Microsoft eigentlich, ja, ich würde mal sagen, starke Zahlen.
Umsatz plus 17 Prozent, wenn man so groß ist und im Quartal über 80 Milliarden macht, ist es ja schon 17 Prozent, ist dann nicht wenig.
Und Azure, das wächst weiter, fast 40 Prozent, aber das Problem ist nur Erwartungen erfüllt, nicht geschlagen.
Und dazu kommt auch nochmal 37,5 Milliarden Dollar Capex in einem Quartal.
Das sind plus 66 Prozent.
Und das ist halt wirklich Wahnsinn.
Und der Markt fragt, wann kommt jetzt der Payoff?
Und Microsoft investiert massiv, aber die Margen, die leiden kurzfristig und die Aktie, die verlor nach Börsenschluss fast 7 Prozent.
Ja, aber sind diese mittelmäßigen Margen wirklich so ein schlechtes Zeichen?
Wir haben uns mal die Analyse von Jeffries dazu angeschaut und die bleiben ziemlich entspannt und rufen 675 Dollar als Kurssiel aus.
Das wäre ein Kurspotenzial von fast 40 Prozent.
Ihr Argument lautet: Schaut euch das Kursbuch an.
Die Remaining Performance Obligations sind um rund 110 Prozent auf 625 Milliarden Dollar explodiert.
Das Problem ist also nicht, dass keine KI will.
Das Problem ist, dass Satjanadella die Rechenzentren einfach nicht schnell genug hochziehen kann, um die Aufträge abzuarbeiten.
Na gut, und das Problem wird wahrscheinlich auch sein, dass sie ungefähr 250 Milliarden allein von OpenAI haben und jeder sich fragt, können die jemals das bezahlen und dann wirklich die Aufträge auch zu Geld machen.
Und dann haben wir noch den wilden Ritt bei Tesla.
Umsatzrückgang übers Jahr.
Das war das erste Mal, dass sie einen Jahresumsatzrückgang hatten, seit ich glaube, seitdem sie Börse sind, 2010 war das.
Auf jeden Fall weniger Autos verkauft.
Eigentlich ein Desaster.
Aber Elon Musk zieht den Kopf aus der Schlinge, denn die Margen sind plötzlich wieder da.
Und die Aktie, die gewann nachbörsich, sogar zwischenzeitlich drei, vier, fünf Prozent und dann am Ende immerhin war es noch so in der Nacht plus ein Prozent.
Ja, man fragt sich immer, okay, die Autos sind es nicht, wann ändert sich das Narrativ?
Wie kriegt das wieder hin?
Und jetzt wissen wir es eigentlich wirklich.
Also, also die Story hat sich komplett gedreht.
Jetzt steht es fest weg vom Auto hin und das ist das neue Basword Physical AI.
Kantor Fitzgerald beispielsweise, die feiern das Kurs hier 510 Dollar und die sagen dann halt jetzt Cybercap, Summer Truck oder diese Megapackspeicher, die gehen dieses Jahr in die Volumenproduktion.
Das ist die neue Story.
Ja, und der humanoide Roboter Optimus wird in der Bewertung fast so hoch angesetzt wie das ganze Autogeschäft.
Und eine Sache war auch überraschend und da wird einem möglicherweise als Tesla-Investor etwas mulmig zumute.
Musk nimmt nämlich zwei Milliarden Dollar aus der Tesla-Kasse und steckt sie in sein eigenes Startup XAI.
Und gut, dass er mit Governance das schon immer nicht so hatte und das immer schon schwierig war, weil da die Interessen manchmal verquickt worden sind und die Aufsicht jetzt nicht so wunderbar ist, ist natürlich schwierig.
Aber der Markt, der scheint es zu schlucken, weil eben diese Hoffnung auf Physical AI ist und dann braucht man ja eine AI.
Und deswegen, ja, hoffen die, dass dann das autonome Fahren viel schneller entwickelt werden kann, wenn man eben die AI im eigenen Hause hat.
Ja, stimmt, das ist das nächste Narrativ.
So, jetzt kommen wir aber zum wichtigsten Punkt hier für Anleger.
Wer ist denn jetzt der Profiteur?
Also gar nicht nur von diesen dreien, sondern grundsätzlich am Markt.
Tja, da würde man wahrscheinlich sagen, ja, MEDA hat ja richtig fett verloren und das haben sie jetzt ein bisschen nachgeholt.
Aber natürlich die ganz offensichtlichen Profiteure sind die ganzen KI-Infrastrukturaktien, denn wenn die wirklich so viele Milliarden weiter in KI pumpen, dann muss natürlich sowas wie Nvidia, Micron, Western Digital, Seagate, Sandis, Corewave.
Ist natürlich wahnsinnig hoch bewährt schon, aber ihr seht, es wird immer mehr Geld da rein investiert.
Ja, das ist ja die Logik dahinter ist ja auch simpel.
Egal ob Meta, Microsoft oder jetzt Tesla, alle brauchen Rechenzentren, Chips, Speicherst, Strom und so läuft das Spiel dann halt.
Ja, oder anders gesagt, wenn sich, während sich die Anleger streiten, wer denn die beste KI baut, verdient einer auf jeden Fall, nämlich der Schaufelhersteller.
Die AAA-Idee des Tages.
Wir können hier in der Triple E-Idee endlich mal wieder heute über einen Börsengang sprechen.
Und zwar über Asta Energy Solutions.
Das erste IPO des Jahres im Frankfurter Prime Standard.
Und die Firma, die hat durchaus ihren Reiz.
Tja, wir haben ja eben schon über Schaufelhersteller gesprochen und ich würde mal denken, das könnte man als Schaufelhersteller bezeichnen.
Es geht nämlich um Energie-, Kupfernetze.
Das klingt ja sehr vielversprechend.
Und Asta ist ein Kupferspezialist aus Österreich, liefert zentrale Komponenten für Transformatoren, Generatoren und eben Rechenzentren.
Also genau dort, wo der Strom durch muss für Energiewende, Elektrifizierung und KI.
Um es mal ganz einfach zu sagen, die wickeln Kupfer, aber natürlich hochkomplex.
Also Astas Spezialist für kupferbasierte Lösungen für Generatoren und Transformatoren und ohne Kupfer, das wissen wir alle, keine Energiewende, kein Windrad dreht sich, kein Strom fließt durchs Netz ohne diese Komponenten.
Ja, das ist also, sie sind das Rückgrat der Elektrifizierung, schwieriges Wort.
Ja, oder eben, wie wir eben schon beiden, der Schaufelhersteller der Energiewende.
Und das Kürzel der Aktie, das ist auch schon mal ganz schön.
Das ist nämlich einfach 1AST.
Das könnte man denken, das könnte First Asta heißen oder One Asta.
Auf jeden Fall die Preisspanne, die liegt bei 27,50 bis 2950 und das Emissionsvolumen bei bis zu 190 Millionen Euro.
Also wenn der Greenschuh, man hat ja immer so eine Mehrzuteilungsoption, wenn die ausgeübt wird, dann hat man 190 Millionen.
Und aus der Kapitalerhöhung sollen rund 125 Millionen Euro in die Kasse kommen.
Na, das klingt doch Ast rein.
Entschuldigung, okay, cool.
Komm.
Der musste her.
Der musste her.
Aber das Ganze, also es gibt einen Haken gibt es, so ehrlich müssen wir es sein, das wollen wir natürlich auch erklären.
Aster kommt aus dem Imperium von Michael Theuner.
Der ist viel noch bekannt aus dem Waterumfeld.
Ihr erinnert euch wahrscheinlich.
Dort hat er, ich würde es mal sagen, eine wenig vorteilhafte Rolle für die Kleinerleger gespielt.
Water musste, belastet durch hohe Schulden, hohe Dividenden und fehlgeleitete Investitionsentscheidungen im Jahr 2024 restrukturiert werden.
Und dabei kam das sogenannte Staruck, wie du es immer nennst, lieber Holger, zur Anwendung.
Die Kleinaktionäre wurden quasi, ja, ich sag mal, ausgelöscht.
Das neue Eigenkapital wurde dann ja auf eine Gruppe von Gläubigen, einen Warterkunden, das war Porsche, und den ursprünglichen Mehrheitsaktionär, das ist eben der besagte österreichische Industrielle Michael Theuner verteilt.
Der gilt als, ja, sag ich mal, gerissener Vollblutinvestor.
Und ja, er will auch nach dem Börsengang hier von Astra Mehrheitseigentümer bleiben.
Der Streupresitz liegt nämlich dementsprechend bei maximal 39 Prozent.
Dann kann man immerhin sagen, dann sitzt man, dann sitzt man mit Michael Theuner zusammen im Boot und er hat Skin in the Game.
Und das ist ja immer schon mal ein positiver Fakt.
Und es gibt auch noch was Positives, denn es gibt noch einen prominenten Mitzeichner bei dem IPO, nämlich Siemens Energy.
Die sind als Anker-Aktionär dabei mit rund 25 Millionen Euro.
Siemens Energy ist der Hauptkunde von Asta.
Und wenn er Kunde sich schon mal verpflichtet, ist es gar nicht mal so schlecht.
Und insgesamt haben sich Cornerstone-Investoren, so nennt man ja so Anker-Investoren, bis ungefähr 55 Millionen Euro verpflichtet.
Darunter auch noch Fonds von BNP Paribar oder Invesco.
Ja, operativ wächst Asta, ja, solide, würde ich sagen.
Für 225 werden rund 86 Millionen Euro Umsatz erwartet.
Das EBTA soll bei 45 bis 47 Millionen Euro liegen und langfristig peilt das Management über eine Milliarde Euro Umsatz an.
Die entscheidende Frage lautet aber, ist das eine Wachstumsstory oder ist das halt ein Zykliker mit gutem Timing?
Das Spannende ist auf jeden Fall: Aster sitzt in einem strukturell unterversorgten Markt.
Kupfer ist ein Flaschenhals der Energiewende, wie bereits gesagt, ohne Kupfer, keine Netze, keine Transformatoren, keine Rechenzentren.
Klingt eigentlich bis auf den Verkäufer wie ein Selbstläufer.
Nicht ganz, weil die Bewertung ist relativ hoch.
Die Aktie kommt wirklich nicht billig.
Außerdem bleibt das Geschäft kapitalintensiv und der Kupferpreis, der ist zudem noch zyklisch.
Und wer zeichnet, der sollte wissen, das ist jetzt kein wirkliches Tech-Investment, aber hat schon ein relativ hohes Multiple.
Ja, wir rechnen zwar nicht mit einem Hype-IPO und aber nach den Jahren der IPO-Flaute ist Asta auf jeden Fall ein gutes Stimmungsbarometer.
Nach Erfolgen wie Fisterer oder Friedrich Vorweck testet der Markt jetzt, gibt es wieder Appetit auf Energietechnik an der Börse.
Unser Fazit, solides Industrie-IPO mit Rückenwind aus Elektrifizierung und KI, kein Selbstläufer, aber ein spannender Kandidat für Anleger, die an Europas Energieinfrastruktur glauben.
Zeichnen kann man bei der Commerzbank, bei Bernberg oder bei Raiffeisen International.
Die sind nämlich im Konsortium dabei.
Und wenn es Interesse gibt, dann müsst ihr euch sputen, denn die Bücher werden heute bereits um 14 Uhr geschlossen.
Freitag ist dann erster Handelstag.
Aber nicht vergessen, kein FOMO, sondern wenn, dann mit Verstand zeichnen.
Das war alles auf Wachsen.
Wir freuen uns immer über Feedback, schickt uns eine Mail in 2Play.
Also A Bild I oder hinterlassen eine Bewertung.
Und Finn Luca hat geschrieben, er hat den Invesco Nasdaq 100 Swap ETF im Portfolio und ihm ist aufgefallen, dass der ETF die Performance vom Nasdaq 100 gar nicht richtig abbildet.
Könnt ihr mir da weiterhelfen?
Ja, die Antwort ist ziemlich einfach.
Du hast den Nasdaq 100 Index, der in Dollar notiert, mit deinem ETF verglichen, der in Euro notiert.
Und der Dollar hat in den vergangenen Tagen zum Euro deutlich abgewertet.
Am Dienstag mehr als 1%, und da kommt dann eine Mega Differenz zustande.
Und das passiert natürlich derzeit bei vielen ETFs, in denen viele US-Werte enthalten sind.
And ja, wenn ihr solche und weitere und ähnliche Phänomene verstehen wollt, dann heißt es natürlich abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall pro Podcast.
