# Frugal Chic: Strategic Spending for Financial Freedom

**Podcast:** Finanzfluss Podcast
**Published:** 2026-01-29

## Transcript

Ich muss nicht entweder frugalistin sein und auf dem Boden schlafen oder kompletter Chopolik mit Konsumschulden ohne Ende.
Das Problem ist, dass dieser Effekt ist noch kürzer.
Mit 40 in Rente gehen.
Für dieses ambitionierte Ziel ist die Frugalismus-Szene bekannt.
Um das mit einem durchschnittlichen Arbeitseinkommen zu schaffen, muss man extrem sparsam leben.
Also kein Spaß, sich nichts gönnen und jeden Tag Harfeflocken mit Leitungswasser zum Frühstück, oder?
Na, manche machen das sicher so, aber es gibt auch andere Formen von frugalem Leben.
Weniger extreme Formen.
Auf Social Media liegt Frugal Chic gerade ziemlich im Trend.
Ein sparsamer Lebensstil, bei dem man trotzdem nicht auf gelegentlichen Luxus verzichtet.
Wie das funktioniert, was überhaupt Luxus ist und wie sie mit 25 schon ein sechsstelliges Portfolio zusammengespart hat, das habe ich die Initiatorin des Frugal Chic-Trends, Mia McGrath gefragt.
Sie hat mir ein paar Tipps und Tricks verraten, die sie selbst befolgt und sie hat mir auch erzählt, warum ein höheres Gehalt für sie daran fast nichts ändert.
Um auch noch eine wissenschaftliche Einschätzung zu hören, habe ich zusätzlich Professor Michaela Wenke befragt.
Sie ist Konsumpsychologin an der Uni Mannheim und hat mir erklärt, warum freiwilliger Verzicht uns oft schwerfällt und wie wir ihn uns trotzdem antrainieren können.
Ich bin Laura von Finanzfluss, lass mir sehr gerne ein Abo da, falls noch nicht passiert und jetzt viel Spaß mit dieser Folge.
Los geht's!
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Together we can jetzt weiter mit der Folge.
Starten wir mal mit ein paar Hintergrundinfos.
Was ist eigentlich nochmal Frugalismus?
Frugalisten versuchen durch einen besonders sparsamen Lebensstil frühzeitig finanzielle Freiheit zu erreichen.
Soweit so gut.
Die Grundidee stammt schon aus den 90ern, da es in den USA nämlich das Buch Your Money, Your Life oder in der deutschen Übersetzung Mehr Geld für mehr Leben erschienen.
Es gilt als einer der Grundsteine für die sogenannte Fire Bewegung.
Fire steht für Financial Independence Early Retirement.
Also finanzielle Unabhängigkeit, früher Ruhestand.
Hast du vielleicht auch schon mal von gehört?
Klingt ja relativ verlockend.
Die Bewegung ist dann vor allem nach der Finanzkrise 2008 auch nach Deutschland übergeschwappt.
Dass das Prinzip hier gut ankam, das finde ich nicht so verwunderlich.
Wir Deutschen sind ja grundsätzlich schon sehr sparfreudig.
Und das dann in Verbindung mit dem konkreten Ziel frühstmöglich nicht mehr arbeiten zu müssen und dann von sowas wie einer Finanzkrise auch weniger hart betroffen zu sein, das hat hier verständlicherweise sehr schnell viele Fans gefunden.
Corona, die Nachwirkung der Krise und die extrem hohe Inflation 2023 haben das Thema in den Medien dann nochmal kurzzeitig groß gemacht.
Allerdings muss man auch sagen, ist dieses extreme Sparen, das violence in der Frugalismus-Szene vorleben, gar nicht so einfach durchzuhalten.
Und es steht eben im krassen Kontrast zur Lebensrealität vieler Menschen.
Die meisten Leute möchten sich von ihrem erarbeiteten Geld auch mal was gönnen.
In der Freizeit ins Restaurant oder aufs Konzert gehen oder einfach einmal im Jahr beim All-Inclusive Urlaub das Hirn komplett ausschalten.
What I in dieser Folge zeigen will, the other notes.
I must not enter Frugalistin and auf dem Boden schlafen, or kompletter Shopaholic mit Konsumschulden ohne Ende.
Sparsame Leben is nicht schwarz-weiß.
And genau in diesem Gedanken sind viele neue Auslegungen des Fire and the Frugalismus Lifestyle entstanden.
And one, die gucken wir uns jetzt mal genauer an.
Also frugal in combination mit schick, trendy oder ästhetisch.
Das wirkt ja erstmal wie in starker Gegensatz.
Minimalismus glänzt ja in der Regel eben nicht durch besonderen Style.
I have deshalb mal bei einer Vorreiterin des Frugal Chic Trends persönlich nachgefragt.
Mia McGrath had on social media more than a half million follower.
In kurzen videos erklärt sie dort, wie sie ihre Begeisterung für Mode and Aesthetic mit einem sparsamen Lebensstil in Einklang bringt.
I was working in the fashion industry, which traditionally isn't very well paid, and it's always been my ambition to become financially independent, have a lot of savings, and eventually get rich, but not in a kind of gaudy way, but in a kind of way where I have a lot of time, location, and financial freedom.
So my motivation was the originally I was on a lower income, and now I'm keeping that mindset because it's still very useful to me.
Mia definitely this from your gross gemacht lifestyle label self so.
So frugal chic, the tagline is live luxuriously and spend intentionally.
It's basically redefining frugality.
Traditionally, frugality has been seen as penny pinching out what really matters to you know, deprivation, and I want to reframe it.
So being frugal with what doesn't matter and being chic where it counts.
Mia will say that sparsome is not gonna be guided and verzicht bedeutet.
It is laut yeah, herauszufinden, what einem selbst tatsächlich wichtig is, wofür man geld ausgeben will, and daraus dann einen eigenen Geschmack zu entwickeln.
Sparsam sein, da wo man es gut verkraften kann, and mal mehr investieren, wo es für dich selbst wirklich zählt.
By you are Freizeitaktivität mit Freunden or even Mode.
That's Kleidungsstücke, die notwendig bleiben, but am besten über Jahrzehnte.
The einzelne Teile dürfen dann auch mehr kosten.
That lohnt sich aber when man is auf die Anzahl der Tage, an denen man das Stück nutzt, herunterrechnet.
And gleichzeitig is das natürlich noch ziemlich nachhaltig.
That gilt auch nicht nur für Mode, sondern auch für Technik, Sportausrüstung, Instrumente, Einrichtungsgegenstände, what you anschafft.
Bewusst konsumieren, beziehungsweise auch bewusst auf bestimmte Dinge verzichten, fällt uns oft aber gar nicht so leicht.
Warum that so is hat, aber der Mantel war halt auch, kostete einen guten Teil des Monatsgeholts und heute können sie wahrscheinlich drei, vier Mäntel per month kaufen and have immer noch Geld übrig.
Außerdem löst Konsum bei uns auch etwas aus, ein Glücksgefühl.
Das ist zwar nicht von Dauer, macht es uns aber schwer, weniger zu kaufen.
This is ein kurzes Glücksgefühl, dass Konsum ausmacht, weil wir sehr schnell adaptieren.
Und dann ist der neue Pulli fühlt sich halt irgendwie eine Zeit lang gut an, aber irgendwann hat man sich auch daran gewöhnt und freut es einem nicht.
But the punctuation im Moment, nein, das kaufe ich mir jetzt nicht.
Ich verzichte darauf.
Das kann schon ein positives Gefühl, positive Effekt auslösen.
But there comes eben daraus, dass man stärker gezeigt hat, dass man sagt, ich habe mich unter Kontrolle, was ja auch für viele positive Effekt hat.
Ich widerstehe, ich halte Versuchungen, Stand gegenüber.
Das ist ein positives Gefühl im Moment ausmacht.
Aber das Problem ist, dass dieser Effekt is noch kürzer.
Andererseits gibt es auch Faktoren, die in die andere Richtung wirken.
Also uns die Lust am Dauerkonsum verderben und eher eine Konsum-Müdigkeit auslösen.
Also es gibt schon ein Phänomen, dass wenn man zu viel zur Auswahl hat, beispielsweise aus einer Produktgruppe, dass man sich dann sehr schnell überfordert fühlt, was dann auch oft dazu führt, dass man nichts konsumiert oder das verschiebt auf später oder dass man unzufrieden ist mit dem, was man gekauft hat.
Damit bewusstes Sparen and nachhaltiger Konsum bei dir langfristig funktionieren, gibt es einige Tricks, die Professor Wenke empfiehlt.
Impulskäufer lassen sich zum Beispiel vermeiden, indem man Dinge, die man sich kaufen möchte, erstmal auf eine Liste schreibt.
Mia hat mir tatsächlich den gleichen Tipp genannt.
Sie setzt ihre Wünsche auf eine 30-Tage-Liste.
When she nach dieser Frist immer noch Lust drauf hat, dann ist es wahrscheinlich eine Anschaffung, die sie wirklich braucht und an der sie auch langfristig Freude haben wird.
Das gilt natürlich nicht für Alltagsbedarf, also wenn du einmal Spüli, Klopapier oder Müllbeutel brauchst, go for it.
Das muss nicht auf die Liste.
Wir sprechen hier grundsätzlich von unnötigem bzw.
vermeidbarem Konsum.
Also Dinge, die wir eben nicht wirklich brauchen, sondern einfach ohne groß nachzudenken, kaufen, weil sie uns gefallen oder weil wir eine coole Werbung sehen.
Michaela Wenke meint, der einfachste Weg, diesen unnötigen Konsum zu vermeiden, ist, sich Kaufanreizen gar nicht erst auszusetzen.
Durch die Stadt bummeln und viel Zeit online verbringen, verleitet uns schneller zu kaufen, als ein Spaziergang durch den Park oder sich mit Freunden offline zu treffen.
Nicht-materielle Dinge sind, was das Glücksgefühl angeht, sowieso die bessere Alternative, sagt Michaela Wenke.
Erlebnisse zu kaufen oder zu verschenken, bereitet uns länger Freude.
Von den Erinnerungen zehren wir eine ganze Weile.
Diesen Effekt kann man auch nutzen, indem man ihn ummünzt auf materielle Dinge.
Wie meine ich das?
Also zum Beispiel, wenn du dir eine sehr teure Kaffeemaschine gekauft hast, dann hilft es sich ganz bewusst jedes Mal daran zu erfreuen, wenn du dir da einen Kaffee ziehst.
Das quasi zum Erlebnis machen.
Die Freude an dem Kauf der Kaffeemaschine kann dann länger anhalten.
Diesen oder so einen ähnlichen Tipp hat mir auch Mia gegeben.
Sie sagt: Try to reframe spending money.
So by not spending, you're not depriving yourself, you're just making the most of what you already have.
I think most people already have an abundance of things.
Mia rät also ganz bewusst das eigene Verhältnis zu Konsum neu zu definieren.
Weniger über die Dinge, die man kauft und eben mehr über die Dinge, für die man bewusst kein Geld ausgegeben hat.
Einer ihrer Sätze ist mir besonders im Kopf geblieben, was wir wollen, brauchen wir oft nicht und was wir bereits haben, das wertschätzen wir oft nicht.
Um diese Wertschätzung für die Dinge, die wir haben, wieder stärker zu lernen, schlägt sie ein Low Buy hier vor.
Was ist das?
Ein Jahr, indem man pro Monat nur eine Anschaffung macht, die über den essentiellen Bedarf hinausgeht.
Dafür gibt man dann vielleicht ein bisschen mehr Geld aus, zum Beispiel für ein paar Stiefel, die du dann auch noch die nächsten paar Winter trägst, oder ein zeitloses Möbelstück, das du mehrere Jahrzehnte behältst.
Ein weiterer ganz wichtiger Tipp ist laut mir, die eigenen Einnahmen und Ausgaben zu tracken.
Das ist quasi die Basis für alles andere, fürs Sparen, fürs bewusste Konsumieren, fürs Investieren.
Das alles funktioniert besser, wenn du dein Budget genau kennst.
Einerseits nimmt dir das finanzielle Unsicherheit und andererseits siehst du dann überhaupt erst, wofür du mehr Geld ausgibst, als du möchtest und woran du am einfachsten sparen könntest.
Aber zur Wahrheit gehört, auch ein gut organisiertes Budget hat seine Limits.
You can only cut so much out of your budget, I think at some point a side hustle is needed.
Ab einem gewissen Punkt ist es nicht möglich, noch mehr Geld aus dem eigenen Budget zur Seite zu legen.
Die eigene Sparquote ist begrenzt durch das Einkommen.
Deswegen rät Mia dazu, möglichst viel Energie darauf zu verwenden, mehr Einkommen zu generieren.
Sie selbst ist sehr großer Fan von einem sogenannten Side Hustle, also einer Beschäftigung neben der eigentlichen Anstellung, über die man sich dann was dazu verdienen kann.
Bei ihr war das zum Beispiel Social Media, was sie jetzt ja auch Vollzeit macht.
Das ist aber realistischerweise nicht bei allen Leuten möglich.
Es kann jetzt nicht jeder Influencer werden.
Aber es gibt natürlich auch noch andere Optionen.
Entweder andere Side Hustles oder du kannst auch einfach in deinem normalen Job auf Gehaltserhöhung und Beförderung hinarbeiten.
Der Trick zu einer höheren Sparquote ist dann, das zusätzliche Einkommen nicht in Konsum umzuwandeln.
Statt großer Lifestyle-Anpassung entscheidet man sich bewusst dafür, einfach mehr zur Seite zu legen.
Das ist natürlich ein ganz schöner Luxus und damit kommen wir mal zum Fazit für diese Folge.
Was ich ganz wichtig finde und nochmal klarstellen möchte, es gibt natürlich einen großen Unterschied zwischen einem sparsamen oder frugalistischen Lebensstil, den man selbst wählt, und unfreiwilligem Konsumverzicht.
Das Konzept Frugal Chic richtet sich eher an Menschen, denen es eigentlich ziemlich gut geht, die aber mit ihrem eigenen Konsumverhalten unzufrieden sind oder Motivation zum Sparen brauchen.
Manche Leute stehen vor dieser Wahl gar nicht erst, weil ihr Einkommen sie zu einem minimalistischen Lebensstil zwingt und sie am Monatsende so gut wie nie etwas zur Seite legen können.
Für die Zielgruppe, an die sich Frugal Chic richtet, finde ich es aber einen ziemlich coolen Trend, weil er zeigt, es liegt in deiner Hand, was du mit deinem Geld machst.
Und es ist möglich, eine Balance zwischen Sparsamkeit und gelegentlichem Luxus zu schaffen.
Herauszufinden, was für einen Selbstluxus ist, das ist dann eben Teil des Prozesses.
Was das Ziel finanzielle Freiheit angeht, ich bin da auch ein bisschen hin und her gerissen.
Also natürlich ist das mega cool, wenn man nicht mehr arbeiten muss, sondern sich frei aussuchen kann, was man mit seiner Zeit macht.
Ich glaube wirklich, viele Leute würden sogar trotzdem weiterarbeiten, aber vielleicht was anderes als das, was sie jetzt machen.
Der finanzielle Druck ist dann eben weg.
Andererseits ist das realistischerweise ja auch nur einer kleinen Gruppe vorbehalten.
Also wenn jetzt jeder mit 40 aufhören würde, zu arbeiten oder zumindest sehr, sehr viel weniger arbeitet, dann hätten wir gesellschaftlich wahrscheinlich ein ziemliches Problem.
Aber natürlich lassen sich alle Tipps von mir und Professor Wenke auch auf einen längeren Zeitraum anwenden.
Zum Beispiel dann mit dem Renteneintritt finanziell frei zu sein und ob dann auch ohne Arbeitsentommen seinen Lebensstandard problemlos halten zu können.
Ich glaube, das ist auch das Ziel von euch, von vielen aus der Finanzplus-Community.
Schreib mir das super gerne mal in die Kommentare und auch, ob du bestimmte Regeln hast, wofür du Geld ausgibst.
Was ist dein langfristiges Ziel und was tust du, um darauf hinzuarbeiten?
Wenn du noch weitere Tipps für die Community hast, immer gern her damit.
Und ganz besonders freue ich mich natürlich, wenn du diese Folge an jemanden weiterleitest, der sich auch für das Thema interessieren könnte.
Vielen lieben Dank fürs Zuhören, lass gerne ein Abo da, um den Podcast zu unterstützen und wir hören uns dann nächste Woche wieder.
Mach's gut!
Wir hoffen, euch hat diese Folge von Finanzfluss gefallen.
Wenn ja, dann freuen wir uns über ein Like und wenn ihr diesen Podcast abonniert.
Teilt euer Feedback außerdem gern in den Kommentaren unter dieser Folge.
Bestimmt habt ihr in eurem Umfeld auch noch einige Menschen, die sich für das Thema finanzielle Bildung interessieren oder interessieren sollten.
Dann empfehle ich den Podcast sehr gern weiter.
Das hilft uns, noch mehr Menschen zu erreichen und hier weiterhin spannende Themen für euch zu besprechen.
