KI-getriebene Softwareentwicklung: Effizienz durch Spec-Driven Development
Erfahren Sie, wie KI-gestützte, spezifikationsgetriebene Entwicklung und Self-Contained Systems die Modernisierung von Software revolutionieren.
Key Insights
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Insight
Der AI Universal Process (AIUP) integriert KI als effizienten Sparringspartner in die spezifikationsgetriebene Softwareentwicklung, insbesondere für die Modernisierung von Legacy-Systemen.
Impact
Dies beschleunigt die Entwicklung und Modernisierung von Software erheblich, indem ein Großteil des Codes und der Tests automatisch generiert wird, was zu Kosteneinsparungen und schnelleren Marktzeiten führt.
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Insight
Detaillierte Use Cases mit klar definierten Abläufen, Vor-/Nachbedingungen und Geschäftsregeln sind für die KI effektiver als User Stories, um präzise Code- und Testgenerierung zu ermöglichen.
Impact
Die Umstellung auf Use Cases verbessert die Qualität der KI-generierten Software, da die Anforderungen eindeutiger sind, und erhöht die Rückverfolgbarkeit von Anforderungen zum Code.
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Insight
Die Architektur von Self-Contained Systems (SCS) ist optimal für KI-gestützte Entwicklung, da sie den Kontext für die KI reduziert und unabhängige Deployments ermöglicht.
Impact
SCS fördert die Agilität und Wartbarkeit von Anwendungen, da Änderungen an einzelnen Systemen den Rest der Software nicht beeinflussen, was die Entwicklung und Wartung vereinfacht.
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Insight
Full-Stack-Frameworks wie Vaadin, die Frontend- und Backend-Logik in einem Ökosystem vereinen, sind besonders gut für KI-getriebene Ansätze geeignet.
Impact
Dies vereinfacht die Arbeit der KI, da sie sich innerhalb eines konsistenten Stacks bewegt, und reduziert die Komplexität von Schnittstellen, was zu robusterem Code führt.
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Insight
Strukturierte, textbasierte Dokumentation (Markdown, Diagrams as Code wie PlantUML/Mermaid) ist essenziell für die effektive Zusammenarbeit mit KI.
Impact
Diese Dokumentationsformate ermöglichen es der KI, Anforderungen präzise zu verstehen und zu verarbeiten, wodurch die Notwendigkeit manueller Interpretationen minimiert wird und die Generierungsqualität steigt.
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Insight
KI ist nicht deterministisch; Entwickler müssen ihre Ergebnisse kontinuierlich überprüfen und iterativ mit ihr zusammenarbeiten.
Impact
Eine iterative Arbeitsweise und ein "Lifelong Learning"-Ansatz sind notwendig, um die Qualität der KI-generierten Ergebnisse zu sichern und die Produktivität der Entwicklungsteams zu maximieren.
Key Quotes
"Und ich habe ungefähr 70 Use Cases in diesem System und bin vor zwei Wochen live gegangen in einer Beta-Phase. Das hat gut funktioniert. Ich habe eigentlich nicht selber programmiert, sondern ich habe dann so ab Februar als Cloud Code rausgekommen ist, habe ich mit Claude Code begonnen zu arbeiten."
"Ich denke für KI is self-contained systems the best architecturstil. Weil Microservices trend man front-end and backend häufig, man hat zwar Micro-Frontends, but they are not, sort of, violent end-to-end miteinander verknüpted."
"KI-Agenten sind ein neues Werkzeug, das müsst ihr zuerst lernen. [...] Was muss ich machen, wenn das Resultat nicht so ist, wie ich das erwartet hätte. Wie kann ich das verbessern? And the agent ist eher ein Teammitglied als ein Werkzeug. Er ist ein Werkzeug. Das ist kein Team-Mitglied, der lernt nichts, der vergisst alles. Aber von der Art und Weise von der Zusammenarbeit ist das ähnlich."
Summary
KI-getriebene Softwareentwicklung: Revolution durch Spec-Driven Development
Die Softwareentwicklung steht vor einem Paradigmenwechsel, angetrieben durch künstliche Intelligenz. Insbesondere die Modernisierung von Legacy-Systemen und die Beschleunigung von Entwicklungsprozessen werden durch den gezielten Einsatz von KI neu definiert. Dieser Beitrag beleuchtet den "AI Universal Process" (AIUP) und zeigt auf, wie Unternehmen ihre Entwicklungsstrategien anpassen können, um die Vorteile der KI voll auszuschöpfen.
Der AI Universal Process: KI als Sparringspartner
Der AIUP integriert KI nicht als Ersatz, sondern als leistungsstarken Sparringspartner in den gesamten Softwareentwicklungsprozess. Zentraler Gedanke ist die spezifikationsgetriebene Entwicklung, bei der detaillierte Anforderungen als Grundlage für die KI dienen. Der Ansatz hat sich in der Praxis bewährt, besonders bei der Modernisierung umfangreicher ERP-Systeme mit tausenden von Entitäten. Anstatt Code manuell zu schreiben, generiert die KI weite Teile der Anwendung und der Tests basierend auf präzisen Vorgaben.
Die Macht der Use Cases und strukturierter Dokumentation
Ein Schlüsselelement für den Erfolg des AIUP ist die Rückbesinnung auf klar definierte Use Cases. Im Gegensatz zu oft vagen User Stories bieten Use Cases eine strukturierte Beschreibung von Abläufen, Vor- und Nachbedingungen sowie Geschäftsregeln. Diese detaillierte Spezifikation ist für die KI eine ideale Arbeitsgrundlage, um Code und Tests effizient und zielgerichtet zu generieren. Die Bedeutung von UML-Diagrammen, wie Aktivitäts- oder Sequenzdiagrammen, die als 'Diagrams as Code' in textueller Form vorliegen, wird dabei hervorgehoben, da die KI diese Formate hervorragend versteht und verarbeitet. Dies schafft eine 'Single Source of Truth' in Markdown- oder AsciiDoc-Dateien, die eine durchgängige Nachvollziehbarkeit von der Anforderung bis zum getesteten Code ermöglicht.
Architektur als Enabler: Self-Contained Systems und Full-Stack Frameworks
Die Wahl der Architektur spielt eine entscheidende Rolle für die Effizienz der KI-gestützten Entwicklung. Self-Contained Systems (SCS) erweisen sich als optimal, da sie Anwendungen in kleinere, voneinander unabhängige Säulen unterteilen. Dies reduziert den Kontext, den die KI verarbeiten muss, erheblich und verbessert die Qualität der generierten Ergebnisse. SCS ermöglichen zudem isolierte Deployments und eine höhere Änderungsfreundlichkeit. Für den technischen Stack werden Full-Stack-Frameworks wie Vaadin bevorzugt, da sie eine einheitliche Entwicklungslandschaft für Frontend und Backend in einer einzigen Sprache (z.B. Java) bieten. Dies minimiert die Schnittstellenkomplexität und erleichtert der KI die Arbeit.
Herausforderungen und die Rolle des Entwicklers
Obwohl die KI immense Vorteile bietet, ist sie kein Wundermittel. Ihre nicht-deterministische Natur erfordert eine kontinuierliche Überprüfung und Iteration. Entwickler müssen lernen, mit der KI zusammenzuarbeiten, ihre Ergebnisse kritisch zu bewerten und den Prozess ständig zu optimieren. Das Verständnis für den gewählten Technologie-Stack und die Fähigkeit zum schnellen Review von generiertem Code sind dabei unerlässlich. Langfristig besteht die Vision, dass die Spezifikationen die primäre Iterationsbasis bilden und der Code bei Bedarf neu generiert werden kann, wodurch die Softwarearchitektur über Jahrzehnte hinweg flexibel bleibt.
Fazit
Der gezielte Einsatz von KI in der Softwareentwicklung, insbesondere durch spezifikationsgetriebene Ansätze und angepasste Architekturen, bietet ein enormes Potenzial für Effizienzsteigerung und Qualitätsverbesserung. Unternehmen, die in diese Methoden und das "Lifelong Learning" ihrer Teams investieren, werden in der Lage sein, die digitale Transformation mit bisher unerreichter Geschwindigkeit und Agilität voranzutreiben. Es ist Zeit, die KI nicht nur als Werkzeug, sondern als integralen Bestandteil des Entwicklungsteams zu begreifen.
Action Items
Führen Sie spezifikationsgetriebene Entwicklungsprozesse (z.B. AIUP) ein, die detaillierte Use Cases als primäre Eingabe für KI-Agenten nutzen.
Impact: Dies wird die Effizienz in der Softwareentwicklung signifikant steigern, da die KI präzisere und vollständigere Softwarekomponenten generieren kann, was Entwicklungszyklen verkürzt.
Priorisieren Sie die Erstellung umfassender Use-Case-Beschreibungen gegenüber einfachen User Stories, um die Klarheit der Anforderungen für die KI zu maximieren.
Impact: Eine verbesserte Spezifikationsqualität führt zu einer höheren Genauigkeit des generierten Codes und der Tests, wodurch Nachbesserungen reduziert und die Systemstabilität erhöht werden.
Bewerten Sie die Einführung von Self-Contained Systems (SCS) als Architekturstil für neue Projekte oder Modernisierungsvorhaben.
Impact: Diese Architektur schafft kleinere, überschaubare Kontexte, die für die KI leichter zu handhaben sind, was die Komplexität reduziert und die Generierung hochwertigerer Teilsysteme fördert.
Standardisieren Sie die Dokumentation auf textbasierte Formate wie Markdown, AsciiDoc und 'Diagrams as Code' (z.B. PlantUML, Mermaid).
Impact: Dies optimiert die Verarbeitbarkeit der Dokumentation durch die KI und schafft eine einheitliche, versionierbare Quelle der Wahrheit für das gesamte Softwareprojekt.
Etablieren Sie einen kontinuierlichen Überprüfungs- und Iterationsprozess für KI-generierten Code und Tests, um die nicht-deterministische Natur der KI zu managen.
Impact: Dies sichert die Qualität und Funktionalität der entwickelten Software und fördert gleichzeitig die Kompetenzentwicklung der Entwickler im Umgang mit KI-Werkzeugen.
Mentioned Companies
Vaadin
4Vaadin wird als Open-Source- und Full-Stack-Framework positiv hervorgehoben, da es sich gut für die KI-gestützte Entwicklung eignet und ein integriertes Designsystem bietet.
Claude Code wird explizit als das beste Werkzeug für die Code-Generierung im AIUP-Prozess des Sprechers genannt und intensiv genutzt.
Spring Boot wird als fester Bestandteil des empfohlenen Stacks für die Backend-Entwicklung in Verbindung mit Vaadin positiv erwähnt.
jOOQ
3jOOQ wird als Werkzeug für den Datenbankzugriff im bevorzugten Stack genannt, was seine positive Rolle im Kontext der Architektur unterstreicht.
GitHub
2GitHub wird als Plattform erwähnt, die 'Diagrams as Code' rendert und somit die strukturierte Dokumentation unterstützt.
GitLab
2GitLab wird analog zu GitHub als Plattform genannt, die 'Diagrams as Code' rendert und die Dokumentation erleichtert.
IntelliJ
2IntelliJ wird als Entwicklungsumgebung genannt, die auch für die Überprüfung von Spezifikationen in Markdown-Dateien durch Nicht-Entwickler genutzt wird.